Ganz Mösenthin ohne Festnetzanschluss / Seit gestern funktionieren die Leitungen wieder

Nach Blitzeinschlag zwei Wochen ohne Telefonanschluss

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Ulf-Henrik Lühmann ist erleichtert, dass die Tiefbauarbeiten an der L 1 Richtung Mösenthin genehmigt wurden und dass seit gestern das Festnetz wieder funktioniert.

mz Mösenthin. Verärgert waren die Bewohner von Mösenthin die vergangenen 14 Tage. Denn seit Freitag, 8. Juli, hatte das ganze Dorf kein Festnetzanschluss.

Davon betroffen war auch die Ausflugsgaststätte „Feine Sache“, die jedoch eine Rufumleitung auf ein Handy installieren konnte. „Die Bürger haben sich an mich gewandt und mir die Störung gemeldet. Darauf habe ich mich gleich mit der Stadt Kalbe in Verbindung gesetzt“, erklärt Ulf-Henrik Lühmann, Ortsbürgermeister von Jeggeleben und damit auch für Mösenthin zuständig. Doch die Stadt konnte in diesem Fall nichts tun, da für die L 1 – unter der auch die Telefonkabel der Telekom entlang führen – der Landesbetrieb Ba, Niederlassung Nord, zuständig ist.

Nach Angaben der Telekom, bei der mehrere Beschwerden aus Mösenthin eingegangen sind, handele es sich um einen Kabelschaden durch Blitzeinschlag. Um jedoch die genaue Fehlerquelle zu ermitteln und damit den Schaden zu beheben, müssen nach Angaben der Telekom Tiefbauarbeiten erfolgen. Um diese allerdings durchführen zu können, bedarf es die Zustimmung des Landesbetriebs Bau, Niederlassung Nord.

„Der Skandal an der Sache ist, dass sich keiner dafür interessiert. Die Telekom trifft hier keine Schuld, denn sie dürfen ohne Schachtgenehmigung nichts tun“, beklagt Ortsbürgermeister Ulf-Henrik Lühmann. Besonders benachteiligt seien seiner Meinung nach ältere Menschen, die kein Handy haben und auf ihren Festnetzanschluss angewiesen sind. Nach langem Hin und Her durften gestern die Tiefbauarbeiten an der L 1 beginnen. Ein Mitarbeiter der beauftragten Firma teilte auf Anfrage der AZ mit, dass der Grund für den Ausfall des Festnetzes eine Energie- und Glasfaserzerstörung durch Einschlag eines Blitzes war. Der Fehler ist nach Angaben des Mitarbeiters nun behoben und das Festnetz funktioniere wieder.

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