Kalbenser Kultur- und Heimatverein feiert am morgigen Sonnabend sein 25-jähriges Bestehen

„Wir haben eine gute Mischung“

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Der Kalbenser Kultur- und Heimatverein ist 25 Jahre alt: Die Vorstandsmitglieder Manfred Richter (v.l.), Henning Krüger, Martina Majewski und Andrea Müller sortieren eifrig Fotos, die sich die Gäste des Jubiläumsempfangs morgen anschauen können.

Kalbe. Die Sommerfeste des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins werden traditionell auf dem Hof von Heiko Gabriel in Kalbe gefeiert. Und so wird es auch mit dem 25. Jubiläumsfest gemacht. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Das Fest beginnt am morgigen Sonnabend zunächst mit einem Empfang am Vormittag für geladene Gäste. Damit möchte man sich bei anderen Vereinen der Stadt, Institutionen und Sponsoren dafür bedanken, „dass sie uns immer unterstützt haben“, sagt Andrea Müller, die seit 1998 Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins ist. „Ich finde es toll, dass dafür so viele zugesagt haben“, freut sich auch Vorstandsmitglied Henning Krüger. Denn für die Stadt sei es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen.

Krüger gehört auch zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Die Idee dazu entstand, nachdem der Kulturbund der DDR aufgelöst wurde. Man wollte das Engagement „auf neue Füße stellen“, erzählt der passionierte Hobbyhistoriker. In den 1970er Jahren war das Wachhaus in Kalbe noch ein Jugendclub, erinnert sich Krüger. Dieser wurde aber dann geschlossen und das Wachhaus stand viele Jahre lang leer. Vor allem Hans Käbel sammelte 1991 junge Leute und „alteingesessene Kalbenser“ um sich, erzählt Krüger, um zunächst gemeinsam zu überlegen, wie man das Alte Wachhaus und die Kalbenser Burg erhalten könne. Die Idee zur Vereinsgründung wurde dann auch am 10. Juli 1991 im Alten Wachhaus geboren. Zu den Initiatoren gehörten neben Hans Käbel und Henning Krüger unter anderem noch Bernd Langeleist, Bernhard Schulze, Gerhard Schulze sowie Gisela Horst, die, bis sie von Andrea Müller in dieser Position beerbt wurde, auch die Vorsitzende des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins Johann Friedrich Danneil war. 36 Gründungsmitglieder waren es einst, heute gehören dem Verein 62 Mitglieder an. „Jeder hat so sein Spezialgebiet und auf alle kann man sich zu 1000 Prozent verlassen, das macht es auch für mich leichter, den Verein in seiner Vielfalt zu leiten“, erklärt Andrea Müller. Und vielfältig sind die Projekte und Aufgaben, denn die Vereinsmitglieder widmen sich beispielsweise der historischen Stadtforschung, Volks- und Heimatkunde (wovon auch einige Publikationen zeugen), Brauchtums- und Denkmalpflege sowie der Förderung von Kunst, Kultur, Musik oder auch Fotografie. „Zu Beginn haben wir mehr Heimatgeschichte gemacht, dann mehr Kultur und heute haben wir eine gute Mischung“, resümiert Henning Krüger. So engagieren sich einige Vereinsmitglieder mit großem Erfolg als ehrenamtliche Museumsführer im „Alten Wachhaus“, es werden Vorträge organisiert, regionale Künstler und Musiker eingeladen (wie beispielsweise zur Kalbenser Kulturnacht, die am 1. Oktober stattfinden wird), Busreisen veranstaltet und auch einmal im Jahr eine Veranstaltung mit dem Theater der Altmark angeboten.

Einen Überblick über die vergangenen 25 Jahre der Vereinsarbeit bieten die Chroniken, die Christa Kessler von Beginn an führt und die beim Jubiläumsfest morgen ausgelegt werden. Ab 17 Uhr feiern dann die Mitglieder des Vereins sowie deren Partner intern mit einem bunten Kultur-Programm. So wie es sich für einen Kultur- und Heimatverein gehört.

Von Hanna Koerdt

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