Kalbenser Jugendclub erhält Zertifizierung als Einsatzstelle für Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr

Verstärkung für „Kroko“ kann kommen

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Freuen sich über das Zertifikat: Andrea Schmieder (v.l.), die Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbandes Altmark, Susanne Machill vom AWO-Landesverband und „Kroko“-Leiter Volkmar Erl.

Kalbe. Der Schulabschluss ist in der Tasche, aber was jetzt? Welche Ausbildung oder Lehre passt? Oder sollte man studieren?

Aber was? Um mal ins Arbeitsleben reinzuschnuppern und die Zeit sinnvoll zu überbrücken, bis man sich für einen bestimmten Lebensweg entscheidet, bieten sich der Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an. Und im Kalbenser AWO-Jugendfreizeitzentrum „Kroko“ kann ab sofort beides geleistet werden.

Am Dienstagnachmittag besuchte Susanne Machill, BFD-Koordinatorin für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sachsen-Anhalt, den Jugendclub in Kalbe und brachte den Zertifikations-Aufkleber für die Einrichtung mit. Damit reiht sich das „Kroko“ in die Liste der Einrichtungen ein, die bereits erfolgreich mit BFDlern und FSJlern zusammenarbeiten, wie zum Beispiel die Kindertagesstätte „Pünktchen“ und das Altmerslebener AWO-Kleinstheim. „Wir brauchen eine helfende Hand“, sagt „Kroko“-Leiter Volkmar Erl. Denn er – Erl wird noch von Doreen Roese von der mobilen Jugendarbeit unterstützt – muss sich um viel Bürokram und Organisatorisches kümmern, die Kinder und Jugendlichen, die in den Club kommen, wollen sich aber nunmal nicht nur selbst beschäftigen. Deshalb würde er sich freuen, wenn ein BFDler das Team unterstützen würde, zum Beispiel mit eigenen kreativen Ideen für Projekte, bei Aktionen des „Kroko“ im Zuge von Veranstaltungen oder auch mit handwerklichem Talent: „Da findet sich ein Steckenpferd“, so Erl.

Ersetzen soll ein Bundesfreiwilliger oder FSJler aber keinen vom Team: „Es ist ein arbeitsmarktneutraler Einsatz, also eine begleitende Tätigkeit“, so Machill. Beim Freiwilligendienst kann für ein Jahr (Verlängerung um sechs Monate ist möglich) in Voll- oder Teilzeit mitgearbeitet werden, außerdem gibt Erl eine Praxisanleitung und zum BFD wie auch zum FSJ gehören regelmäßige Seminartage. Das ganze wird vom AWO-Landesjugendwerk betreut.

Übrigens können, im Gegensatz zum FSJ, was altersbegrenzt ist, nicht nur junge Leute und Schulabgänger ein BFD leisten. Mamas, die langsam wieder arbeiten wollen, Menschen, die seit längerem einen Job suchen oder auch Umorientierer können sich bewerben. Für die Bewerbung ist ein Lebenslauf und ein Anschreiben nötig, ein Zeugnis muss nicht beigelegt werden.

Interessierte können sich bei Andrea Schmieder unter Telefon (03 90 80) 9 79 13 oder beim AWO-Landesjugendwerk unter Telefon (03 91) 4 08 24 56 melden. Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.awo-freiwillich.de.

Von Hanna Koerdt

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