„Wir sind nicht in der Wildnis“

Unmut im Kalbenser Stadtrat über Löschgruppe Mehrin

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Kalbes Stadtwehrleiter Jörg Kämpfer.

Mehrin. Die geplante Selbstauflösung der Feuerwehr-Löschgruppe in Mehrin war Thema im jüngsten Kalbenser Stadtrat.

Stadtwehrleiter Jörg Kämpfer – Vertreter der Löschgruppe waren zur Sitzung angekündigt, aber nicht erschienen, was Kämpfer sehr bedauerte – versuchte, die Interessen der Feuerwehrleute vorzutragen. Der Stadtrat hatte entschieden, die Bauernstube, zu DDR-Zeiten von den Mehrinern errichtet, zu verkaufen. Und zwar an das örtliche Landhotel. Dort wollen die Feuerwehrleute aber partout nicht tagen – trotz der angebotenen kostenlosen Nutzung und eines „Feuerwehr-Rabattes“ für Getränke, wie Bürgermeister Karsten Ruth berichtete.

„Der Ort Mehrin will seinen Anlaufpunkt behalten“, so Jörg Kämpfer – im vergangenen Jahr fanden drei Veranstaltungen in der Bauernstube statt. Und: „Dem Ort Mehrin tut man nichts Schlechtes, wenn man über eine jährliche Zuwendung spricht.“

Für was konkret, war ist allerdings unklar. Und so reagierte Karsten Ruth auch eher ablehnend: So etwas hätte einen „pikanten Beigeschmack. Wir sind nicht in der Wildnis.“ Er empfindet die Auflösungsankündigung der Löschgruppe als „Drohung“ und als eine „Verfahrensweise, die nicht dem Üblichen entspricht.“ Ruth betonte: „Es ist eine klare Festlegung im Stadtrat getroffen worden“, nämlich der Verkauf der Bauernstube, „von der kann und will ich nicht abweichen.“ Die ganze Geschichte, so der Bürgermeister abschließend, sei „recht emotional besetzt.“

Von Stefan Schmidt

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