Instandsetzung der L 21 durch Neuendorf am Damm fehlgeschlagen / Grundhafte Sanierung geplant

Tempolimit bleibt vorerst

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Derzeit darf man Neuendorf am Damm nur mit Tempo 30 durchfahren. Dabei wurde die Straße 2015 instand gesetzt.

Neuendorf am Damm. „Der Straßenzustand ist selbsterklärend, da müssen wir gar nicht um den heißen Brei herumreden“, so Manfred Krüger gegenüber der Altmark Zeitung.

Der Leiter des Regionalbereichs Nord der Landesstraßenbaubehörde meint die Landesstraße 21, die durch Neuendorf am Damm führt. Im Dorf herrscht derzeit eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern. Der Grund: Trotz der im vergangenen Jahr durchgeführten Instandsetzungsmaßnahmen ist die Ortsdurchfahrt im Prinzip wieder in ihrem vorherigen Zustand – nämlich voller Schlaglöcher, was nicht nur Fahrzeuge beschädigt, sondern auch eine Lärmbelästigung für die Anwohner bedeutet.

Die L 21 ist wieder in desolatem Zustand. Die Ursachen müssen noch geklärt werden. 2017 oder 2018 soll sie grundhaft saniert werden.

In den vergangenen Tagen, wurde an der Ortsdurchfahrt ausgebessert, „um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen“, so Krüger: „Das löst aber nicht die Probleme.“ Vor kurzem hatten sich Einwohner der Ortschaft bei der Stadt beschwert, auch der Neuendorfer Ortsbürgermeister Jürgen Schulz war an Bürgermeister Karsten Ruth herangetreten. Und zwar wegen der „extrem lauten Rollgeräusche und Splittschäden an den Fahrzeugen“, so Ruth. Die Bemühungen aus dem vergangenen Jahr, die L 21 wieder auf Vordermann zu bringen, hatten offenbar nichts gebracht. Die Stadt hatte sich daraufhin gleich an den Landesbaubetrieb gewandt.

Wieso die Landesstraße so schnell wieder kaputt ging, werde nun untersucht, erklärt Manfred Krüger. Man sei mit der Baufirma, die in 2015 den Auftrag für die Instandsetzung hatte, im Gespräch und erwarte entsprechende Lösungen. Vorerst könne man allerdings nur ausbessern und die Fahrer durch die Beschilderung dazu auffordern, langsam zu fahren. Dieser Zustand „wird sich vermutlich noch einige Zeit hinziehen“, so Krüger. Denn die momentane Witterung erlaubt nur provisorische Arbeiten.

In Abstimmung mit der Stadt werde nun geschaut, die Straße in diesem Jahr in die Planung zu integrieren und Entwurfsunterlagen zu erstellen, aus denen ersichtlich wird, was im Zuge einer Sanierung genau gemacht werden muss und wie sich die Kosten verteilen. Der Baulastträger ist das Land, wobei die Kosten für eventuelle Nebenanlagen wie Bushaltestellen oder Gehwege die Kommune trägt. Wenn die Planung steht, wird sie im Kalbenser Bauamt ausgelegt, zur Information der Bürger und wegen eventueller Einsprüche.

„Wenn die Rahmenbedingungen geklärt sind, wird die Straße 2017 oder 2018 grundhaft erneuert“, erklärt der Behördenleiter. Diese Maßnahme habe eine „relativ hohe Priorität“.

Von Hanna Koerdt

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