Künstlerstadt Kalbe lud erneut zum Bänkefest im Pottkuchen / Buntes Treiben an 19 geschmückten Sitzgelegenheiten

Sitzen, tanzen und feiern in der Altstadt

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Einen Strand mit Pool, Sonnenschirmen und Spielsachen hatte sich Neptuns Gefolge (v.r.: Florian Glaue, Pia und Florian Lemke) um ihre Bank herum angelegt. Es hat sich gelohnt: Die Bank des Kalbenser Freibad-Fördervereins holte den ersten Platz.

mb Kalbe. Im vergangenen Jahr hatte der Künstlerstadt Kalbe ein Bänkefest in der Kalbenser Altstadt ins Leben gerufen. Am Sonnabend fand die zweite Auflage statt.

Und diesmal mit einer gleich doppelt so großen Beteiligung der Kalbenser Altstadtbewohner und einiger Vereine der Mildestadt.

Die Enten-Dank-Bank der Kalbenser Gewerbetreibenden brachte ihnen Platz Drei. Ingesamt hatten sie auch drei Bänke geschmückt.

Wie auch beim ersten Mal zog eine unabhängige Jury von Bank zu Bank, um anschließend einen Sieger des Bänkefestes zu küren – denn jeder konnte seine Bank nach eigenem Geschmack schmücken und gestalten. Die Wahl der allerschönsten der insgesamt 19 Sitzgelegenheiten fiel richtig schwer: So standen an der Gardelegener Straße die Ausspann-Bank der Familien Erl und Ebeling sowie die Musiker-Bank von Jens Eichenberg, der dort unter anderem von Carlo Brandt, Fritz Pietscher und Matti Deutsch beim Musizieren Unterstützung erhielt. Außerdem stand da noch die Abc-Schulbank von Familie Kühnel, deren Sohn Henry an diesem Tag eingeschult worden war, sowie die Sonnenblumenbank der Familie Mittmann. Vor der Stadtkirche waren Pfarrer Dieter Borchert und seine Lebensgefährtin Irmi Krone auf der Hochzeitsbank der Kirche anzutreffen. „Sonst sitzen hier immer die Brautleute zur Trauung in der Kirche drauf“, so der Pfarrer. Ein Omen? Das ließ das Paar nicht durchblicken. Unweit der Hochzeitsbank stand eine Bank aus dem Reich Neptuns. Sein Gefolge, bestehend aus Florian und Pia Lemke sowie Florian Glaue, präsentierte die Bank inklusive Swimmingpool, Sonnenschirmen, Dreizack und aufgeschüttetem Sandstrand stellvertretend für den noch jungen Förderverein des Kalbenser Freibades. Und für diese Liebe zum Detail wurde die Strand-Bank auch mit dem ersten Platz belohnt, noch vor der Schulbank der Kühnels (Platz 2) und der Enten-Dank-Bank der Kalbenser Gewerbetreibenden, die sich den dritten Platz sicherten.

Aber es ging ja nicht nur um den Wettbewerb, sondern vorrangig um den Spaß und das Miteinander, das schon früher auf aufgestellten Bänken in der Altstadt gepflegt wurde und das die Initiatorin des Festes, Corinna Köbele, so gerne wieder aufleben lassen wollte – was ihr ja auch gelungen ist. Und so setzten sich die Besucher mal hier und mal da dazu, schlemmten Kuchen, Knabberzeug und Würstchen, stießen mit Bier und Wein an, quatschten, plauderten und tanzten. Denn auch dazu gab es reichlich Gelegenheit: Ob bei Jens Eichenberg oder Volkmar Erl, die mit ihren Familien, Freunden und Nachbarn musizierten, bei Sabine Campe von der Dammkrug-Band oder vor dem alten Gericht bei Schlagzeuger Steffen Roth, der mit Kontrabassist Jonas Gerigk und Saxophonist Michal Skulski munter drauflos jazzte.

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