Investitionen an Einrichtungen: Neue Zäune und Tore für Kindertagesstätte „Märchenland“ und den Kalbenser Hort

Sicherheit der Kinder im Vordergrund

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Schon vor wenigen Tagen erhielt die Kita „Märchenland“ eine Umzäunung an der linken Seite des Gebäudes.

Kalbe. Um die Sicherheit der Kalbenser Kinder zu gewährleisten, wurden gestern sowie am Montag zwei Investitionen in der Mildestadt umgesetzt: Der Hort „Abenteuerland“ und die Kindertagesstätte (Kita) „Märchenland“ erhielten jeweils neue Umzäunungen und Tore.

Bei dem neuen Zaun, den der Hort erhalten hat, handelt es sich um eine Investition, die auf der Investliste für das Jahr 2015 steht. Auch wenn die Stadt noch mit einem vorläufigen Haushalt geführt wird, konnte die Investition durch Kalbes Bürgermeister Carsten Ruth als außerplanmäßige Ausgabe beschlossen werden – auf Grund der Höhe von 5000 Euro war ein Beschluss durch den Stadtrat nicht nötig. Die Maßnahme war schon lange gewünscht, da das alte Tor zum Hortgelände mit einer Fahrradkette zusammengehalten werden musste und der großmaschige provisorische Zaun für die Kinder nicht sicher war. 98 Meter Zaun inklusive Tor, so Uwe Wolff vom Bauhof, grenzen nun das Hortgelände vom Roten Wall ab.

Auch die Kita „Märchenland“, die größte Kita in Kalbe, hat am Montag ein neues sieben Meter langes Stück Zaun erhalten. „Wir hatten den Zaun schon länger im Auge, aber auf Grund der Vorkommnisse wurde die Maßnahme beschleunigt“, so Kitaleiterin Katrin Berndt. Im Juni hatte ein psychisch auffälliger Mann versucht, ohne Dauervollmacht ein ihm bekanntes Kind abzuholen. Als man ihm dies verweigerte, drohte er mit einer Schrotflinte wiederzukommen.

Das Kitateam sowie das Elternkuratorium hatten sich dann einen genauen Überblick über die Sicherheitslücken verschafft, so Berndt, und dies an das Kalbenser Bauamt sowie den Bürgermeister herangetragen.

Am Montag haben Gemeindearbeiter bereits ein Stück Umzäunung im Lieferbereich der Kita verbaut. Davor befindet sich noch ein Stück Zaun, genau am Bürgersteig. Die Kinder können nicht mehr direkt an diesen Bereich vor.

Auch das Eingangstor zur Kita soll durch ein deutlich höheres Tor mit elektronischer Sicherung ersetzt werden. „Es soll auch automatisch zufallen, falls Eltern mal vergessen, richtig zuzumachen“, erklärt Katrin Berndt. Und am „kleinen Spielplatz“ der Kita wird ebenfalls noch das Tor ausgewechselt. Denn das bisherige verführe zum Hochklettern, was früher aber, als sich hier nur die Krippenkinder aufhielten, kein Problem gewesen sei. Die zwei Tore werden wohl in der kommenden Woche in einem zweiten Abschnitt der Baumaßnahme ausgewechselt, hierfür habe man eine Firma beauftragt, so Frank Wulf vom Bauamt. Die Gesamtkosten liegen laut Angaben der Stadt bei 7500 Euro.

Von Hanna Koerdt

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