Katastrophenschutzübung am Sonnabend zwischen Winkelstedt und Wustrewe / 162 Einsatzkräfte

Schulbus kollidiert mit Gefahrgut-Lkw: Übung läuft nach Plan

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Das DRK kümmerte sich um den Aufbau eines mobilen Behandlungsplatzes auf der Wiese unweit der Unfallstelle. Insgesamt waren am Sonnabend 162 Einsatzkräfte vor Ort. 

Wustrewe. Wer am Sonnabend zwischen Winkelstedt und Wustrewe unterwegs war, der wurde umgeleitet. Denn die Strecke war wegen einer Katastrophenschutzübung des Altmarkkreises Salzwedel gesperrt.

Das Szenario sah wiefolgt aus: Ein Schulbus mit 25 Kinder kollidierte mit einem Lkw, der Schwefelsäure transportiert hatte. Nach dem Zusammenstoß landete der Lkw im Straßengraben. Und die gefährliche Flüssigkeit lief aus. Währenddessen war im Bereich der Unfallstelle ein Böschungsbrand entstanden und drohte, auf ein Waldgebiet überzugehen. Für die Einsatzkräfte hieß es, die Gefahrenlage zu erkennen und die komplexe Gesamtlage einzuschätzen, um entsprechende weitere Maßnahmen einzuleiten.

Das DRK kümmerte sich um den Aufbau eines mobilen Behandlungsplatzes auf der Wiese unweit der Unfallstelle. Insgesamt waren am Sonnabend 162 Einsatzkräfte vor Ort. 

„Mit dieser Übung wollen wir sehen, ob wir im Notfall für solch einen großen Einsatz personell ausreichend ausgerüstet sind. Deshalb haben wir den Übungseinsatz bewusst in den Ferien gelegt“, sagte Hans Thiele, der Leiter des Kreis-Ordnungsamtes.

Und wie es sich während der Übung zeigte, war man gut gerüstet: 162 Einsatzkräfte (Ärzte, Sanitäter, Ortswehren unter anderem aus Kakerbeck, Brüchau, Badel, Thüritz, Winkelstedt, Wustrewe, Kalbe sowie Arendsee, Seelsorger, usw.) waren vor Ort und haben die Übung mit Bravur gemeistert. „Die Soll-Stärke liegt bei 202 Einsatzkräften, 162 Kräfte waren ausreichend und es hat alles sehr gut geklappt“, lobte Hans Thiele.

Während der Übung waren 30 Mann (das Funktionspersonal) vor Ort – darunter Kreisbrandmeister Torsten Schoof, Gardelegens Stadtwehrleiter Sven Rasch sowie Kalbes Stadtwehrleiter Jörg Kämpfer – die als Schiedsrichter die Abläufe beurteilten. Nach gut 150 Minuten war die Einsatzübung beendet.

Von Maik Bock

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