Fünftes 24-Stunden-Simson-Rennen / Sieg für Team BillTech sp. Dachdecker Kaul

Rennen im Altmarkstaub

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24 Stunden sind um: Björn Bannier winkt den 36-jährigen Stefan Kaul als Sieger für das Team BillTech sp. Dachdecker Kaul ab. Fotos (8): Bock

mb Vahrholz. Es war die mittlerweile fünfte Auflage des 24-Stunden-Simson-Rennen, das mit viel Herzblut von den Mitgliedern des 1. Fußballclub Kalbe/Wernstedt (FCKW) oranisiert wurde.

Claas Schulze mit Tochter Freya Zander führte auf der Schwalbe die Einführungsrunde an.

Und wie schon im vergangenen Jahr ging es am Sonnabendnachmittag – Start war um 13 Uhr – und Sonntagvormittag bis 13 Uhr bei spätsommerlichen Temperaturen und reichlich Sonnenschein über das abgeerntete Maisfeld bei Vahrholz. Die Nacht brachte ein wenig Abkühlung. Mit einem Starterfeld von 75 Team-Fahrern des DDR-Kult-Mopeds gab es am Wochenende zudem ein großes Teilnehmerfeld, das auch die Beliebtheit des Rennens zeigt.

Allein die Vorbereitungen zum 24-Stunden-Rennen sind nicht ganz einfach und nur dank eines großen Teams mit weit über 60 Helfern aus dem Verein und Vereinsfreundeskreis möglich. Denn das Publikum ist daran gewöhnt, dass es von Jahr zu Jahr etwas Neues zu erleben oder zu sehen gibt. Sehenswert waren auf jeden Fall die Teams, die deutschlandweit anreisten. Sogar aus Norwegen waren zwei Fahrer im Starterfeld mit dabei. Class Schulze, der gemeinsam mit seiner dreijährigen Tochter Freya Zander die Einführungsrunde auf seiner Schwalbe Baujahr 1984 anführte, freute sich, das es so viele Teams in diesem Jahr waren. Zu einem Team gehören grundsätzlich vier Fahrer, der Rest ist variabel. Denn auch die „Schrauber“, Techniker und Frauen sowie Kinder dazu gehören. Sie fanden alle Platz an der bislang längsten Boxengasse von fast 500 Metern.

Gut eine halbe Stunde vor dem Rennstart gab es eine Einführungsrunde. Dann ging man im Startbereich in Stellung. Die „Rennmaschinen“ standen gut 50 Meter vom Fahrerfeld entfernt. Denn es gab wieder den Start a la „Le Mans“, bei dem die Fahrer zu ihren Fahrzeugen laufen und dann, wenn die „Karren“ anspringen, für 24 Stunden auf den Rundkurs gehen. Dieser war am Wochenende 2,15 Kilometer lang. Viele Streckenposten sorgten für die Sicherheit an neuralgischen und sicherheitsrelevanten Punkten.

Schon zum Rennbeginn waren wohl bereits einige Hundert Besucher auf dem Gelände und verfolgten den Massenstart aus nächster Nähe. Im wilden Spurt ging es nach dem Startsignal von Björn Bannier zu den „Simis“ und dann auch schon in die erste Haarnadelkurve, die auch fast alle ohne Sturz meisterten. Übrigens darf man am 24-Stunden-Rennen nur mit dem Zweirad der DDR-Kultmarke Simson mit maximal 51 Kubikzentimetern Hubraum teilnehmen. Bauteile können und dürfen – und müssen wohl auch – in den 24 Stunden des Rennens gewechselt werden. Nur der Rahmen muss bei Start und Ziel der gleiche sein.

War es zum Start am Sonnabend noch schön sonnig und mit gut 20 Grad relativ warm, so kühlte es sich in der Nacht um die 12 Grad ab. Dabei gab es das Rennfeeling dann unter Flutlicht, damit keine der packenden Rennszenen verpasst wurden. Einige Teams hatten auch in diesem Jahr wieder mit den üblichen technischen Problemen zu kämpfen. So wurden Fußrasten gewechselt, einige Auspuffrohre geschweißt, Motoren und Vergaser gewechselt. Aber ansonsten erwies sich die Technik wieder als sehr robust.

Für das leibliche Wohl war durch das Team des 1.FCKW rund um die Uhr gesorgt. Am Sonntag ging das 24-Stunden-Rennen dann um 13 Uhr unter dem tosenden Applaus der Zuschauer für die Teams – vor allem für den Sieger Team BillTech sp. Dachdecker Kaul – zu Ende. Es gab eine große Siegerehrung. Und viele der 75 Teams möchten auch im kommenden Jahr zum dann sechsten 24-Stunden-Rennen wieder nach Vahrholz kommen.

Vahrholz: Fünftes 24-Stunden-Simson-Rennen

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