Tag der offenen Tür für künftige Fünftklässler

Platzende Schaumküsse an der Sekundarschule Kalbe

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Im Physikraum beobachteten die Schüler, die ab dem nächsten Jahr die Kalbenser Sekundarschule als Fünftklässler besuchen werden, wie sich ein Schaumkuss im Vakuum aufbläht.

Kalbe. 40 Zehntklässler gehen ab, aber für 34 Fünftklässler beginnt nach den Sommerferien ihre Schulzeit an der Sekundarschule „Johann-Friedrich-Danneil“ in Kalbe.

Und die ist deutlich größer als ihre bisherigen Grundschulen. Es gibt mehr Fächer, andere Arbeitsgemeinschaften und neue Lehrer. Damit die vielen Eindrücke sie am ersten Schultag nicht völlig überfordern, lernten am späten Montagnachmittag die Viertklässler ihre künftige Schule schon ein wenig kennen. In der Aula begrüßte Schulleiter Ulf Gahrns die Kinder und Eltern und bot einen Überblick über die Schulform, das Unterrichtsangebot und die Strukturen.

 So gibt es insgesamt 21 Lehrkräfte an der Sekundarschule. Außerdem kümmern sich noch Schulsozialarbeiterin Juliane Pelka und Sekretärin Angelika Kubaile – „die gute Seele des Hauses“, so der Schulleiter – um die Belange ihrer derzeit 230 Schüler. Drei Abschlüsse können die Schüler erreichen – den Haupt-, den Real- und den erweiterten Realschulabschluss. Mit letzterem kann man dann auch in die Abiturklassen gehen: „Wir sind für die verschiedenen Bildungswege offen“, so Gahrns. Bei den Arbeitsgemeinschaften können Schüler unter anderem zwischen Karate, Feuerwehr, Homepage oder auch der Streitschlichter-AG wählen. Auch Hausaufgabenstunden gibt es: Von montags bis donnerstags können die Schüler in der siebten Stunde gemeinsam mit Juliane Pelka ihre Aufgaben erledigen und haben dadurch am Nachmittag mehr Freizeit.

Für den Tag der offenen Tür hatten einige Achtklässler im Hauswirtschaftsraum ein leckeres Buffet zusammengestellt.

Die künftigen Sekundarschüler erfuhren natürlich nicht nur theoretisch etwas über die Schule, sondern auch praktisch: So haben sie sich in den vielen verschiedenen Räumen umgesehen – so auch den Physikraum. Physiklehrerin Marita Buch hatte einige Experimente vorbereitet. Zum Beispiel den Thomson´schen Ringversuch, bei dem ein Aluminiumring zum Schweben gebracht wird. Oder einen Versuch, bei dem man einen Schaumkuss in ein Vakuum stellt: Große Augen wurden gemacht, als dieser sich dann langsam aufblähte und die weiße Creme die dunkle Schokolade zerbrach. Als die Kinder den Raum verließen, meinten einige gleich: „Das wird mein neues Lieblingsfach.“ Im Biologieraum schauten sich die Kinder unter anderem Tierpräparate oder Teile des menschlichen Skeletts an, die Lehrerin Gabriele Steinborn aus ihrem „Zauberschrank“ geholt hatte. Im Hauswirtschaftsraum hatten einige Schüler der Klasse 8a ein schönes Buffet vorbereitet, an dem sich alle bedienen konnten. Besonders beeindruckend war der bunte Vogel aus Obst, den Cara Linder auf Holzbrettchen und mit Hilfe ihrer Mitschüler und einer Vorlage gelegt hatte.

Von Hanna Koerdt

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