Bockwindmühle wieder gut besucht

23. Mühlentag in Jeetze: Kräftiger Wind für Mahlgang

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Es knackte und knirschte, als die Mühle dank des reichlich wehenden Windes den Mahlgang in Bewegung setzte und die Besucher die Arbeit der Mühle hautnah erleben konnten.

mb Jeetze. Auch zum diesjährigen Deutschen Mühlentag öffnete die Jeetzer Bockwindmühle wieder sein kleines hölzernes Tor, um den Besuchern einen Einblick in die Geschichte, Konstruktion und Arbeitsweise der aus dem Jahre 1804 – die erste urkundliche Erwähnung vom Verkauf einer Mühle, die in alten Büchern zu finden ist, – zu gewährleisten.

Im Jahr 1834 wurde die Jeetzer Mühle erbaut und 101 Jahre später elektrifiziert. Von 1937 bis 1964 war die Familie Isendahl dann der Pächter der Mühle.

Schon kurz nach 10 Uhr waren am Pfingstmontag die ersten Besucher auf dem weiträumigen Gelände der Bockwindmühle anzutreffen. Zum Gottesdienst, der um 11 Uhr stattfand, wurden die Besucher allerdings immer weniger. So hatte Pfarrer Hans-Christof Rösner, der schon seit vielen Jahren am Mühlentag einen Freiluftgottesdienst im Schatten der Jeetzer Mühle hält, nur wenige seiner „Schäfchen“ begrüßen können.

Zwei gebackene Spanferkel gehörten am Pfingstmontag in Jeetze zu den kulinarischen Genüssen für die vielen Gäste zum Mühlentag.

Jeetzes Mühlenvereinsvorsitzender Wilfried Krüger war mit der Zahl der Besucher hingegen zufrieden. Denn im Verlauf des Tages kamen und gingen die Besucher zahlreich und blickten auch ins Innere der Mühle. „Was wollen wir mehr?“, so Krüger, „Der Wind bläst kräftig, wir mussten sogar einen Mahlgang einlegen, sonst würde sich die Mühle im Wind zu schnell drehen. Die paar Tropfen Regen schaden keinem, wir sind gut auf das Wetter vorbereitet.“ In der Mühle selbst gab es Führungen mit Wilfried Steinz, der dem Besucher die Bauweise und Funktion bis ins Detail erläuterte.

Neben Kuchen und Bratwurst erfreute sich das gebackene Schwein großer Beliebtheit. Im nächsten Jahr wird es wieder die hausgemachte Erbsensuppe von Annette Wolter geben, kündigte Wilfrid Krüger gegenüber den Gästen an.

Tosca Kramer aus Stendal zeigte ihren zwei Söhnen Lennard Ole (3) und Lasse Oliver das kleine Müllerstübchen.

Kurz vor dem Beginn des Mühlentages drehte man die alte Dame, die Bockwindmühle, in den Wind und nach der ersten kräftigen Brise, die über den Mühlenberg fegte, wollten die vier Flügel gar nicht wieder aufhören, sich zu drehen. Der elektrische Antrieb, den man vor einigen Jahren für windarme Zeiten eingebaut hatte, musste am Pfingstmontag nicht zugeschaltet werden. Bis in den späten Nachmittag konnten sich die Besucher auf dem Mühlengelände und in der Mühle selbst ein Bild von der aufwändigen Erhaltung machen.

Wer mehr über die Jeetzer Bockwindmühle erfahren will: Unter www.mühlenverein-jeetze.de ist das auf der vereinseigenen Internetseite möglich.

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