Wustrewer Dorfkirche bekam elektronische Läuteanlage

Künftig wird per Knopfdruck geläutet

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Künftig wird in der Wustrewer Dorfkirche nicht mehr manuell zum Gottesdienst geläutet, sondern elektronisch. Pfarrer Dieter Borchert dankte während seiner Erntedankpredigt allen Spendern.

Wustrewe. Pünktlich um 14 Uhr läutete am Sonnabend zum Erntedankgottesdienst die Kirchturmglocke von Wustrewe.

Diesmal aber war nicht Siegfried Duhm, Gemeindekirchenratsmitglied, die alten Holztreppe im Kirchturm zur Glocke hinaufgestiegen und hat diese mit viel Kraftaufwand per Hand in Bewegung gesetzt. Nein, diesmal betätigte er nur einen kleinen Knopf am Kircheneingang und die schwere Bronzenglocke setzte sich von allein in Bewegung. Künftig wird nämlich in der kleinen Dorfkirche nicht mehr manuell, sondern elektronisch geläutet.

Viele Dorfbewohner aus Wustrewe fanden sich am Sonnabend in der kleinen Kirche ein, um das Erntedankfest zu feiern und bei der Einweihung der Läuteanlage dabei zu sein.

Pfarrer Dieter Borchert nutzte das alljährliche Erntedankfest, um nicht nur für die Gaben zu danken, sondern die neue Anlage einzuweihen und dabei auch die Eigeninitiative und Spendenbereitschaft der Wustrewer bezüglich der neuen Läuteanlage zu würdigen. Dabei sprach er einen ganz besonderen Dank an die Raiffeisenbank Kalbe-Bismark eG und an die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland aus, die die Anschaffung der elektrischen Läuteanlage mit einer Spende von 3 338, 46 Euro möglich gemacht haben. Dieter Schulze, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Kalbe-Bismark eG, überreichte anlässlich der Einweihung symbolisch einen Scheck an Pfarrer Dieter Borchert und Siegfried Duhm. Im Anschluss des Gottesdienstes und anlässlich des Erntedankfestes hatten die Wustrewer Frauen eine festliche Kaffeetafel vorbereitet, zu der alle Gäste eingeladen waren.

Einige historische Daten über die Wustrewer Dorfkirche: Die Kirche wurde 1871 neu errichtet, da der Turm des Vorgängerbaus vom Blitz getroffen wurde. Die Kirche hatte damals zwei Glocken – eine aus dem Jahre 1710 und eine weitere aus dem Jahre 1855. Im Ersten und dann im Zweiten Weltkrieg musste sich die Gemeinde von den Glocken trennen. Für den Verlust der Glocke im Ersten Weltkrieg ließ sich die Gemeinde im Jahre 1925 eine neue Bronzeglocke mit einem Durchmesser von 65 Zentimetern gießen. Diese Glocke befindet sich bis heute im Kirchturm der Wustrewer Dorfkirche und wird seit Sonnabend elektronisch geläutet.

Von Marilena Berlan

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