Neuer Heimatkalender 2017 ab sofort erhältlich / Bilder von Ulrich Schmidt, Klaus Ozminski, Adolf Mertens und mehr

Künstler zeigen ihre Stadt Kalbe

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Ulrike Vatge und Henning Krüger stellten gestern den frisch gedruckten neuen Kalbenser Heimatkalender vor. 2017 zeigen darin Kalbenser Künstler ihre Stadt.

Kalbe. In diesem Jahr lag der Fokus mehr auf historischen Ansichten von Kalbe auf Postkarten und Fotos.

2017 dürfen sich die Mildestädter auf gemalte Bilder ihrer Heimat freuen, die Henning Krüger und Ulrike Vatge gestern im frisch aus dem Druck gekommenen Kalbenser Heimatkalender präsentierten. Ab sofort ist der Kalender „Kalbenser Künstler zeigen Ihre Stadt“ in der Buchhandlung Vatge an der Schulstraße erhältlich.

Beim Bildkalender wurde diesmal ein besonderer Wert darauf gelegt, dass man Werke von Malern, die aus Kalbe stammen und in Kalbe wohnen, zusammenträgt, so Henning Krüger, der sich mit den Künstlern oder deren Familien sowie Besitzern von Gemälden in Verbindung gesetzt hatte, um die zwölf Motive zusammenzustellen. Das Titelbild des Kalenders zeigt beispielsweise eine Kalbenser Collage, „die es so nicht gibt“, erklärt Krüger. Darauf zu sehen ist die Nicolaikirche, die Kalbenser Burg sowie Fachwerk: „Eine schöne Symbiose“, so Krüger, und passend als Titelbild. Bei diesem Werk von Kalbes Ehrenbürger Ulrich Schmidt handele es sich nicht um „ein Gemälde in Reinform“, sondern um eine Hausbemalung, die Henning Krüger, selbstverständlich in Absprache mit dem Hausbesitzer, für den Kalender abfotografiert hat. Von Ulrich Schmidt ist innen noch ein weiteres Bild enthalten: „Blick auf Kalbe“ zeigt die Stadt vom Wasserturm aus gesehen. Auch von Ulrich Schmidts Bruder Hans Schmidt, der laut Henning Krüger in den vergangenen Jahren seine Liebe zur Malerei vertieft habe, gibt es ein Bild im Kalender. Und zwar das Aquarell „Der Bahnhof mit Lokschuppen“.

Der Monat Januar ist mit einem Motiv der Kalbenser Burg im Schnee von Fritz Mertens bebildert. Das städtische Wahrzeichen ist auch auf einem Bild des Malermeisters Oscar Herper zu sehen, im Hochformat neben einem Gedicht von Fritz Hagen.

Der Februar zeigt eine bunte Ansicht „Am Gardelegener Tor“. Gemalt hat es Elizaveta Tuscheva, die zwar nicht aus Kalbe stammt, aber sich in ihrem künstlerischen Schaffen von der Mildestadt inspirieren ließ, nämlich als sie als Stipendiatin der Künstlerstadt Kalbe vor Ort war. Mitglied der Künstlerstadt ist Karola Limberg, von der sich, wie auch den Kalbenserinnen Anke Jäger und Angela Ufer, Bilder im Kalender wiederfinden.

Zwar spielt die Historie nicht die übergeordnete Rolle beim 2017er-Heimatkalender, aber einige der abgedruckten Werke zeigen Gebäude, die es heute nicht mehr gibt. Wie „Das Taubenhaus“, das Adolf Mertens 1957, ein Jahr vor seinem Tod, auf dem Hof des Alvenslebener Gutes an der Gartenstraße malte.

Oder wie die Molkerei auf einem von zwei im Kalender gedruckten Bildern von Klaus Ozminski. Der pensionierte Deutschlehrer und Kunsterzieher leitete einmal auch einen Mal- und Zeichenzirkel, den Gerhard Ahrend besuchte. Dessen Werk „Verschneite Kirche“ ziert den Monat Dezember, was Henning Krüger besonders freut. Denn der Kalbenser, der inzwischen in Berlin lebt, hatte „bestimmt 20 oder 30 Jahre nicht mehr gemalt“, erzählt Gerhard Ahrends Schulfreund Henning Krüger. Er tue dies aber nun wieder.

Von Hanna Koerdt

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