Meeresgott Neptun „taufte“ die jungen Besucher beim ersten Mitternachtsschwimmen im Freibad

Kalbe: Neptun kam, sah und schmiss ins Wasser

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Zuerst mussten seine „Täuflinge“ einen Trunk schlürfen, dann warfen Neptun und seine Häscher die Kinder ins Schwimmbecken.

mb Kalbe. Mit einem so großen Zuspruch hatte selbst Kalbes Schwimmmeister Carsten Hartmann nicht gerechnet, zumal es für die Altmark einige Unwetterwarnungen gab: Am Sonnabend fand zum ersten und vermutlich nicht zum letzten Mal ein Mitternachtsschwimmen im Kalbenser Freibad statt.

Die Wiese des Freibades glich beim Mitternachtsschwimmen einer kleinen Zeltstadt.

Und zum Planschen im Mondschein und dem Zelten in der Badeanstalt ließen sich viele Kalbenser nicht zweimal bitten. Es war aber auch eine zu schöne Abwechslung zu den verschwitzten, heißen Nächten der vergangenen Tage.

Auf der Wasserrutsche hatten die Badegäste sichtlich Spaß.

Ab 21 Uhr kamen die Badegäste am Sonnabend im Minutentakt. Nach einer Stunde tummelten sich auf den Wiesen und im Wasser etwa hundert kleine und große Badegäste. Sie bauten ihre Zelte auf und stärkten sich mit gebackenem Schwein, Gegrilltem sowie hausgemachten Salaten, die viele ehrenamtliche Helfer zubereitet hatten.

Bis tief in die Nacht wurde gebadet und zum Beispiel auf dem Gummiboot der Feuerwehr ein paar Runden auf dem Wasser gedreht.

Mit Einbruch der Dunkelheit war die Atmosphäre dann richtig schön, denn es erstrahlten überall Lichterketten, die die Ortsfeuerwehr Kalbe zur Verfügung gestellt hatte und über dem Schwimmbecken tanzten Luftballons im Wind.

Florian Glaue verteilte an die Gäste gebackenes Schwein.

Und dann stand plötzlich Neptun alias Jens Lemke mit seinen Häschern sowie dem jungen Prinzenpaar Pia Lemke und Tom Kühl mitten im Freibad. Zunächst dankte der Gott des Meeres dem Schwimmmeister Carsten Hartmann und seinen Eltern Evelyn und Günter Hartmann, die den kleinen Kiosk im Freibad betreiben, für ihre Arbeit. Anschließend ging es zur Sache: Die Besucher wurden nach „ozeanischer Art“ getauft. Die Häscher (André Müller, Florian Lemke und Florian Le Claire) schnappten sich als ersten René Kusch. Er musste einen Trunk aus Blut, Algen und Fischen schlürfen und wurde mit dem Wurf ins Becken auf den Namen „Seebär“ getauft. Ihm folgten Alina Lambert als „Kleine Seerose“ und Enna Wolff als „Süße Seekröte“ und noch viele weitere Kinder.

Bis in den frühen Sonntagmorgen herrschte eine ausgelassene Stimmung sowohl an Land als auch im Wasser, bevor sich dann doch alle in ihre Kojen zurückzogen.

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