Madeleine Jung ist Bauherrin eines durch Leader geförderten Mehrgenerationenhauses in Engersen

Jung und Alt unter einem Dach

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„Ein Haus für Alle – Mehrgenerationen – Inklusion – Hilfe zur Selbsthilfe“, hat Madeleine Jung (mit Sohn Valentin) das Bauprojekt in Engersen genannt, welches durch Leader gefördert wird.

Engersen. Der Startschuss für das durch das Leader-Programm geförderte Projekt der Kommune Kalbe wird erst 2017 fallen. In einer Ortschaft der Einheitsgemeinde wird allerdings schon losgelegt.

In Engersen entsteht „Ein Haus für Alle – Mehrgenerationen – Inklusion – Hilfe zur Selbsthilfe“, wie Bauherrin Madeleine Jung das Projekt genannt hat.

Früher einmal ein Werkstattgebäude und Büro, welches von der LPG und Post genutzt wurde, stand das Haus Nr. 2 am Engersener Dorfplatz in den vergangenen Jahren leer. Bis Madeleine und Christian Jung das Gebäude im Januar 2015 kauften. „Wir haben lange überlegt, was wir damit machen sollen“, so die dreifache Mutter. „Wichtig war uns, dass sich das Gebäude wieder ins Dorfensemble einreiht, wir es vor dem Verfall retten und der Dorfplatz wieder belebt wird“. Dabei kam der Gedanke auf, dass, nicht nur in Engersen, ältere Menschen aus ihren Dörfern wegziehen müssen, weil sie ihre Höfe nicht mehr bewirtschaften oder in den Häusern ohne Hilfe nicht mehr leben können. Und so kam dann die Idee für ein Mehrgenerationenhaus auf. „Wir wollen Jung und Alt zusammenbringen“, so Jung. Beispielsweise könnte der Senior die alleinerziehende Mutter bei der Kinderbetreuung unterstützen oder der Single die Rentnerin in die Stadt mitnehmen, erklärt Jung das Konzept, mit dem sie sich um eine Leader-Förderung bewarb und für das sie vor kurzem von der LAG „Mittlere Altmark“ das Okay zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erhielt.

Im Erdgeschoss entstehen deshalb derzeit mehrere altengerechte Wohnungen, während im Obergeschoss Single- sowie Wohnungen für junge Familien eingerichtet werden. Auch einen Begegnungsraum sowie eine Küche, in der gemeinsam gekocht werden kann, sollen künftig den Zusammenhalt der Hausgemeinschaft stärken. „Natürlich kommt es auch auf jeden individuell an, aber die Bewohner sollen das Konzept als ‘Win-Win’-Situation sehen“, erklärt Madeleine Jung.

Von Hanna Koerdt

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