Karsten Ruth sieht Indizien, „dass diese Einheitsgemeinde eine Zukunft hat“

„Ich lese das Mandat, in der Sache weiterzumachen“

+
Mit mehr als 94 Prozent für die nächsten sieben Jahre wiedergewählt: Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth.

Kalbe. Erstmals konnte in der Einheitsgemeine Kalbe der hauptamtliche Bürgermeister von allen Wahlberechtigten gewählt werden. Am Sonntag gab es zwar keine wirkliche Auswahl, weil lediglich Amtsinhaber Karsten Ruth antrat.

Aber das Wahlergebnis von 94,23 Prozent für ihn „sehe ich als Bestätigung meiner Arbeit“, so Karsten Ruth am Tag nach der Wiederwahl.

Eine Bestätigung gebe es auch beim detaillierten Blick auf die einzelnen Wahlergebnisse in den insgesamt 20 Wahllokalen zwischen Packebusch und Engersen. Denn es gab nur geringe Unterschiede. „Mein Ziel war es immer, dass sich die Menschen mit dieser Einheitsgemeinde identifizieren“, so das Stadtoberhaupt, der sich selbst als „Freund des Einheitsgemeinde-Modells“ sieht. Dass es zwischen den einzelnen Regionen nur geringe Unterschiede gab und dass auch im Verhältnis Kernstadt/Dörfer kaum Differenzen bei der Wahl des Bürgermeisters zu erkennen waren, wertet der alte und neue Amtsinhaber als Indiz dafür, „dass diese Einheitsgemeinde eine Zukunft hat“. Karsten Ruth weiter: „Ich lese aus diesem Wahlergebnis das Mandat heraus, in der Sache weiterzumachen.“ Zumal diesmal eben auch die Menschen aus den einstigen Gemeinden Badel, Jeggeleben und Zethlingen mitwählen durften – vor sieben Jahren, als Karsten Ruth erstmals zum Bürgermeister gewählt wurde, gehörten sie noch gar nicht zur Einheitsgemeinde Kalbe, wurden kurze Zeit später zwangszugeordnet und klagten anschließend erfolglos gegen den vom Land verordneten Schritt nach Kalbe.

Für den Bürgermeister ist die Wiederwahl auch „ein Stück weit Kontinuität“. Es müsse niemand neu eingearbeitet werden, bisherige Kontakte könnten weiter genutzt werden.

Wichtigstes Ziel für die nächste Zeit, so Karsten Ruth, sei die Neuregelung der Kita-Elternbeiträge. Dazu hofft er auf eine schnellere Verabschiedung des nächsten Haushalts. Kalbe ist damit traditionell spät dran. Doch für 2017 sieht Karsten Ruth Fortschritte: „Die Eckdaten sind im wesentlichen klar.“ Somit hoffe er, dass die nächste Haushalts-Verabschiedung „wesentlich zügiger angegangen werden kann“. Und dadurch beispielsweise auch Baumaßnahmen früher als bisher begonnen werden können.

Von Stefan Schmidt

Kommentare