Glühwürmchenwanderung in Vienau ein voller Erfolg / Schatzsuche, Stockbrotessen und musikalische Unterhaltung

Hunderte Leuchtkäfer im Frankenbusch

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Die Überraschung für die Wanderfreunde war gelungen, denn gleich hinter der Waldschenke in Vienau konnte man die Glühwürmchen zu hunderten fliegen sehen.

mb Vienau. Im vergangenen Jahr saß man zur traditionellen Glühwürmchenwanderung im Frankenbusch bei Vienau in Regenjacken und Gummistiefel am wärmenden Lagerfeuer.

Doch in diesem Jahr hätte man sich am liebsten ins kühle Haus zurückgezogen oder den Sonnabendabend im erfrischenden Pool verbracht.

Noch gut 30 Grad zeigte das Thermometer in der Nähe des Waldes am Vienauer Sportplatz. Zum Abend hin wurde es etwas angenehmer und kurz vor dem Beginn der Glühwürmchenwanderung kam mit einem kräftigen Gewitter auch etwas Abkühlung für die 50 kleinen und großen Leuchtkäferfreunde aus Nah und Fern.

Helene Tinneberg (rechts) fand die Schatzkarte gleich an der Freiluftbühne kurz nach 22 Uhr.

Schon einige Tage im Vorfeld der Wanderung war Michael Arens, Leiter der NABU Fachgruppe für Naturschutz Vienau, im Frankenbusch unterwegs. Er war sich sicher, dass man am Sonnabend viele der kleinen Leuchtkäfer sehen würde. Bevor man sich nach 22 Uhr zur Wanderung aufmachte, gab es nicht nur eine musikalische Unterhaltung mit der Hausmusikband des Güssefelder Reiterhofes „Dammkrug“, sondern auch einige wichtige Erläuterungen zum eigentlichen Star des Abends: dem Leuchtkäfer. Im Volksmund auch Glühwürmchen genannt.

Als nach dem kräftigen Gewitter die Nacht langsam über Vienau hereinbrach, machten sich die Kinder zur Schatzsuche auf. Auf einer Schatzkarte war der Weg durch den Frankenbusch zur Schatzkiste beschrieben. Nach wenigen Minuten hatte Helene Tinneberg die Karte, die gleich an der Bühne versteckt war, gefunden. Zusammen mit Michael Arens wurde die Wegbeschreibung genau studiert.

Die Dammkrug-Band sorgte auf dem Sportplatz in Vienau für die musikalische Unterhaltung.

Schon nach wenigen Metern im nahen Wald, hinter der Waldschenke, ließen sich die ersten Glühwürmchen blicken. Sie flogen munter zwischen den Wandergästen hin und her. Warum es eigentlich Tiere in der Natur gibt, die leuchten, erklärte Michael Arens den interessierten Wanderfreunden kurz vor der Schatzkartensuche ganz ausführlich: Es sind eigentlich keine Würmer – es sind Käfer, die am Bauch einen Leuchtkörper haben. Vor allem in der Paarungszeit leuchten die Käfer in den Monaten Juni und Juli, um Partner zur Fortpflanzung anzulocken.

Nach gut einer halben Stunde quer durch den Frankenbusch hatte man den Ort, wo sich die Schatzkiste befinden sollte, erreicht. Mit den mitgebrachten Taschenlampen wurde nun intensiv nach der Blechkiste, die den Schatz beinhaltete, gesucht. Auf dem Rückweg wurden dann noch einige Lieder gesungen.

Von Maik Bock

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