Rohrbruch bei Engersen / 3500 Haushalte betroffen

Havarie auf Acker: Kalbe ohne Wasser

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Mitten auf einem Acker bei Engersen kam es zur Havarie. Etwa 3500 Haushalte hatten gestern kein oder nur wenig Wasser.

Engersen/Kalbe. Die morgendliche Dusche und der Kaffee mussten ausfallen: In etwa 3500 Haushalten in Engersen, Wernstedt, Faulenhorst, Kalbe, Altmersleben, Butterhorst, Bühne und Vahrholz kam gestern kein oder nur sehr wenig Wasser aus dem Hahn.

Der Grund: Auf einem Getreideacker bei Engersen kam es zum Rohrbruch.

Um 5.45 Uhr kam der erste Anruf beim Gardelegener Wasserverband an, so Geschäftsführerin Katja Rötz, der eigentliche Rohrbruch passierte aber schon um Mitternacht. Ab 6 Uhr war dann der Bereitschaftsdienst im Einsatz und suchte nach der Ursache. Engersens Ortsbürgermeister Wilfried Hartmann gab um 8.30 Uhr den entscheidenden Tipp – er hatte auf dem Acker das ausgelaufene Wasser, welches dann auch in die umliegenden Gräben geflossen war, entdeckt. Unter dem Acker war ein Asbest-Zement-Rohr (20 Zentimeter Durchmesser) auf einer Länge von vier Metern gebrochen. Das defekte Rohr wurde aus dem Netz genommen und Kalbe ab 9.30 Uhr durch eine andere Leitung wieder mit Wasser versorgt – allerdings dauerte es bis in den späten Nachmittag, dass sich genügend Druck aufbaute. Insgesamt liefen 3000 Kubikmeter Wasser aus – „ein wahnsinniger Umfang“, so Rötz. So ist der komplette Hochbehälter für die Leitung, der am „Langen Heinrich“ an der B 71 steht, leergelaufen. Heute wird der Behälter wieder befüllt. Deshalb kann es auch heute noch zu Beeinträchtigungen beim Wasserdruck kommen, auch kann es vereinzelt noch sein, dass die Leitungen wegen der Lufteinschlüsse „poltern“ oder braunes Wasser aus dem Hahn kommt, erklärt die Geschäftsführerin. Die Havarie ist an einer eigentlich unproblematischen Stelle entstanden, mit der Baustelle zwischen Wernstedt und Kalbe habe sie nichts zu tun.

Das kaputte Teilstück wurde im Laufe des Tages durch ein Kunststoffrohr ersetzt.

Von Hanna Koerdt

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