Rasenmäher und Rasentraktoren stehen zentral

Grünpflege: Bald vier Stützpunkte in Kalbe, Kakerbeck, Brunau und Engersen

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Engersen soll einer von vier Stützpunkten im Bereich der Einheitsgemeinde Kalbe werden, in dem größere Geräte zur Grünflächenpflege künftig gelagert werden.

Kalbe. „Wir planen derzeit eine Neuordnung." Das sagt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth zur zuletzt geführten Diskussion in manchen Kalbenser Fachausschüssen über den Einsatz von Grünflächenmitarbeitern und den entsprechenden Arbeitsgeräten innerhalb der Einheitsgemeinde Kalbe. Und das bedeutet:

Der Verwaltungschef hat vor, an vier Standorten innerhalb des Stadtgebietes kleine Zentralen einzurichten. Von dort aus soll sich um die Grünflächenpflege in der jeweiligen Region gekümmert werden.

Fakt ist: Die ehemals eigenständigen Gemeinden, die nun politisch zu Kalbe gehören, hatten nicht nur eigene Mitarbeiter für die Grünflächenpflege, sondern auch eigenes Material. Dies alles wurde grundsätzlich nur im eigenen Gemeindegebiet genutzt. Dieses mitunter bis heute anhaltende „Kirchturmdenken“ bemängelte vor kurzem beispielsweise die Stadträtin aus Wernstedt, Nicole Wernecke. Eine solche Regelung sei nicht effizient, monierte sie.

Nach Karsten Ruths Plänen sollen die kleineren Geräte wie Rasentrimmer auch weiterhin vor Ort bleiben. „Ich halte das für sinnvoll“, sagt er. Doch größere Geräte, beispielsweise Rasenmäher und Rasentraktoren, sollen künftig nicht mehr in jedem Dorf stehen. Stattdessen soll es vier zentrale Unterbringungsorte geben. In Kalbe, Brunau, Kakerbeck sowie in Engersen. Von dort aus, so sieht es der Plan vor, werden die Geräte je nach Bedarf auch in die Nachbardörfer gebracht, um dort schwerpunktmäßig eingesetzt zu werden. „Niemand nimmt jemandem etwas weg“, versichert der Bürgermeister. Stattdessen könne es passieren, dass vor einer wichtigen Veranstaltung wie einem Dorffest auch mal mehrere Mitarbeiter mit mehreren Rasenmähern in einem Dorf zum Einsatz kommen. Die Arbeit wäre dann schneller erledigt. Und: Jetzige und auch künftige Anschaffungen würden so ausgeschrieben, „dass die Geräte belastbarer und leistungsfähiger als bisher sind“, wie Karsten Ruth erläutert. Denn allzu oft haben manche Geräte in den Ortschaften in der Vergangenheit bei allzu regelmäßiger Benutzung ihren Geist aufgegeben. Eine solche Stützpunktregelung wäre übrigens kein spezielles Kalbenser Modell. Es gibt dies bereits in vielen anderen benachbarten Kommunen.

Die Entscheidung über Einsatzort von Mitarbeitern und Geräten obliegt per Gesetz dem Chef der Verwaltung, also dem hauptamtlichen Bürgermeister. Stadträte und Ortschaftsräte können allenfalls Wünsche äußern, aber nicht darüber entscheiden.

Von Stefan Schmidt

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