Im ehemaligen Vereinshaus von Kahrstedt entsteht eine neue Rettungswache der Johanniter mit Notarztstützpunkt

Dienst beginnt zum Jahreswechsel

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In Kahrstedt entsteht die neue Rettungswache. Alexander Mikulla (von rechts), Katalin Schulze (beide Johanniter) schauten sich mit Planer Bert Schulze und Handwerker Andreas Duy den Fortschritt an.

Kahrstedt. „Am 1. Januar um 0 Uhr geht es los“, sagt Katalin Schulze, hauptamtlicher Regionalvorstand der Johanniter Unfall-Hilfe des Regionalverbandes Altmark.

Sie und Alexander Mikulla, Fachbereichsleiter der Einsatzdienste des Regionalverbandes, stehen im ehemaligen Kahrstedter Vereinshaus, welches seit wenigen Tagen umgebaut wird. Dort entsteht eine neue Rettungswache.

Im ehemaligen Vereinshaus wird gewerkelt. Fotos: Koerdt

Die alte Rettungswache am Freibad in Kalbe wird damit zum Ende des Jahres aufgegeben. Der Träger des Rettungsdienstes, der Altmarkkreis Salzwedel, hatte die Hilfsfristen (es ist gesetzlich geregelt, in welcher Zeit Notarzt und Rettungswagen am Notfallort sein müssen) überprüfen lassen, wodurch die Rettungsdienststandorte neu strukturiert worden sind, erklärt Mikulla. In dem Kahrstedter Gebäude, welches 1892 erichtet worden ist, entstehen nun Umkleideräume, ein Ruheraum, ein Aufenthaltsraum, sanitäre Anlagen mit Dusche, eine Küche sowie ein Desinfektionsraum. Auf dem Außengelände ist außerdem noch der Bau eines Carportes für den Rettungs- sowie Notarztwagen angedacht. „Die Herausforderung hier ist es, den Umbau so zu gestalten, dass die Substanz nicht leidet“, erklärt Schulze zu den Umbauarbeiten und Mikulla fügt an: „Und der kurze Zeitraum.“ Wobei beide glücklich darüber sind, dass sowohl die Absprachen mit der Stadt, die als Vermieter fungiert, reibungslos waren, als auch die „ortsansässigen Firmen unverzüglich mit der Arbeit angefangen haben, als der Startschuss fiel“, so Schulze. Denn schon ab dem 1. Januar 2016 werden hier stets vier Rettungsassistenten und ein Notarzt 24 Stunden durchgehend vor Ort sein. „Es ist aber kein Arztstandort, wo Patienten angenommen werden“, betonen die Johanniter-Mitarbeiter.

Im Gebäude werden auch neue Räume für die Kahrstedter, zum Beispiel die Ortsräte, entstehen. Größtenteils in Eigenleistung, aber die Stadt habe schon Unterstützung zugesagt, so Ortsbürgermeister Uwe Wolff.

Von Hanna Koerdt

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