Kalbes Stadtrat verabschiedet Haushalt / Teures Personal

Bösener: „Wir kämen sonst nicht klar“

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Die Löschgruppe der Karritzer Feuerwehr soll eine neue, aber bereits gebrauchte Tragkraftspritze erhalten. Das hat der Kalbenser Stadtrat beschlossen.

Kalbe. Er ist mal wieder aufgegangen. Trotz aller Probleme. Ingrid Bösener, die Kämmerin der Stadt Kalbe, hat während der jüngsten Sitzung des Stadtrates den endgültigen Haushaltsplan für dieses Jahr vorgestellt.

Ein Papier, das die Mitglieder des Stadtrates nach kurzer Diskussion einstimmig absegneten. Damit ist, die Zustimmung der Kreis-Kommunalaufsicht vorausgesetzt, die Zeit der vorläufigen Haushaltsführung in der Einheitsgemeinde vorbei. Es kann investiert werden.

Beispielsweise in die Brücke über den Secantsgraben bei Neuendorf am Damm, für die – inclusive Fördergeld – 58 000 Euro eingeplant sind. Und für die erste von zwei Jahresscheiben der Finanzierung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für Brunau. Für diese Maßnahme sind 122 500 Euro im Haushalt eingestellt. Aber auch kleinere Investitionen wie die Anschaffung eine Tragkraftspritze für die Feuerwehr-Löschgruppe in Karritz sind nun möglich. Die Reparatur der bisherigen Tragkraftspritze, so erläuterte Ingrid Bösener, sei teurer als eine Neuanschaffung. Gleichwohl handelt es sich um eine gebrauchte Spritze, die die Karritzer Einsatzkräfte für 3000 Euro erhalten sollen.

Positiv sei, so erläuterte die Kämmerin gegenüber den Stadträten, dass das Land zusätzlich 106 100 Euro für Kalbe bereitgestellt habe. Geld, das die Kommune aber auch dringend benötige. Denn „ohne dieses zusätzliche Geld kämen wir nicht klar“, wie Ingrid Bösener bekannte.

Größter Einzelposten im Kalbenser Haushalt sind die Personalkosten Sie liegen bei 440 000 Euro. Diese Summe sei „jenseits von Gut und Böse“, so die Kämmerin. Dort hätten auch die zuvor ausgehandelten Tariferhöhungen ins Kontor geschlagen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung jedes Einwohners der Einheitsgemeinde: 459,12 Euro.

Von Stefan Schmidt

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