Beeindruckendes Freiluftkonzert mit den britischen Künstlern Bianca Nicholas und Oliver Poole am Schloss von Goßler

Blauer Abendhimmel bei „Rhapsody in blue“

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Den Auftakt des Freiluftkonzertes machte Charlie Chaplins melancholischer Welthit „Smile.“ Es folgten Interpretationen aus Werken von John Lennon bis George Gershwin. Fotos (3): Schmidt

Kalbe. „Guten Abend everyone. “ Ein wenig deutsch-englisches Kauderwelsch gehörte am Sonnabend dazu, als Oliver Poole, Pianist aus Großbritannien, die rund 200 Besucher beim Freiluftkonzert am Schloss von Goßler in Kalbe begrüßte.

Er und seine Partnerin Bianca Nicholas, eine Sängerin, gestalteten mehr als zwei Stunden lang „Eine Nacht in London“, eine musikalische Reise vor allem, aber nicht nur durch die britische Musik.

In der träumerischen Kulisse des Buchsbaumgartens erklangen Werke unter anderem von Charlie Chaplin, Amy Winehouse und John Lennon. Dabei ergänzten sich die beiden Musiker nahezu perfekt. Sie mit ihrer melancholischen Stimme bei Charlie Chaplins Welthit „Smile“ und auch Leonard Cohens „Halleluja“, dann aber auch lasziv-rauchig wie die ebenso unvergessene wie tragisch geendete Amy Winehouse – Bianca Nicholas zeigte die ganze Bandbreite ihres sängerischen Könnens.

Und Oliver Poole? „Schauen sie zum Himmel – der ist momentan blau“, riet er den Zuhörern vor seiner furiosen Solo-Interpretation von George Gershwins Meisterwerk „Rhapsody in blue“ (Rhapsodie in blau) – was viele Zuhörer dann auch taten. Aber auch, um eine über ihren Köpfen schwebende Drohne zu verfolgen, deren Geräusch minutenlang leider in unfreiwilliger Konkurrenz zum grandiosen Klavierspiel des 25-Jährigen stand.

Fazit: Das Konzertmotto „Kultur an besonderen Orten“ hätte am Sonnabend nicht besser passen können.

Von Stefan Schmidt

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