Badeler Seniorentreff zu Besuch in Zethlingens Langobardenwerkstatt / Zum Abschluss gabs Suppe

Zu Besuch bei den Germanen

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Wie Christa Schulz (2. von rechts) verriet, waren noch nicht alle Mitglieder des Seniorentreffs in der Langobardenwerkstatt. Gestern nutzten sie Gelegenheit und machten einen Ausflug dorthin.

Zethlingen. Ein kleiner Ausflug in die Langobardenwerkstatt nach Zethlingen ist nicht nur etwas für Touristen, sondern auch für Einheimische. Das dachten sich auch die Mitglieder des Seniorentreffs aus Badel.

„Obwohl wir aus der Region kommen, waren nicht alle von uns schon einmal hier. Da dachten wir bei unserem vergangenen Seniorentreff über einen kleinen Besuch nach“, erzählte Badels die Sprecherin der Seniorengruppe, Christa Schulz. Gesagt, getan. Und so trafen sie sich gestern für einen Rundgang durch die Langobardenwerkstatt.

Alle 19 Stationen schaute sich die zwölfköpfige Truppe an. Immer an ihrer Seite Klaus-Jürgen Schüler, der sie durch das Gelände führte und ihnen zu jeder Station sein geschichtliches Wissen über die Langobarden und deren Lebensweise mitteilte. Sehr auffällig war die Konstruktion der Langobardenwohnhäuser, deren Dächer bis zum Boden gebaut wurden, die auch unter der Bezeichnung „Grubenhäuser“ bekannt sind. „Alle Häuser bei den Germanen waren Grubenhäuser. Durch ihren tiefen Bau schützten sie die Menschen vor Wind und Kälte“, erklärte Schüler. Besonders beeindruckt waren die Besucher vom germanischen Kräutergarten, in dem nicht nur frische Kräuter, sondern auch Getreidesorten und Hülsenfrüchte sowie Färbe- und Faserpflanzen angebaut wurden.

Der Garten ist ein wichtiger Bestandteil der Langobardenwerkstatt. Denn der frische Thymian und Schnittlauch der dort wächst, wird für die bekannte Langobardensuppe verwendet. Und die besteht aus Erbsen, Linsen, Wasser, Salz und den beiden Kräutern und schmeckt, wie Klaus-Jürgen Schüler bestätigte, sehr gut, auch wenn kein Fleisch und Geschmacksverstärker darin enthalten sind. Davon konnten sich die neugierigen Besucher aus Badel am Ende ihres Rundgangs selbst überzeugen.

Nach der Exkursion ging es zurück ins Dorfgemeinschaftshaus nach Badel, wo Kaffee und Kuchen (Zucker-, Nuss- und Kirschstreuselkuchen) auf die Gruppe wartete, den Ortsbürgermeisterin Christa Schulz gebacken hatte.

Von Marilena Berlan

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