Gratulationen: Kalbenser Kultur- und Heimatverein feiert 25-jähriges Bestehen

„Beispielhaft für unseren Landkreis“

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Am Abend genossen die Vereinsmitglieder und ihre Partner ein buntes Programm aus Theater, Gedichten und Musik.

Kalbe. Der Strom der Gratulanten wollte nicht aufhören: Vor und nach den offiziellen Worten beim Empfang des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins, der am Sonnabendvormittag aus Anlass des 25-jährigen Bestehens stattfand, wurde die Vorsitzende Andrea Müller geherzt und umarmt.

Nicht nur das machte ziemlich deutlich: Der Verein und seine Mitglieder werden in der Mildestadt sehr geschätzt. „Ich glaube sagen zu können, dass Ihr Verein insoweit beispielhaft für unseren Landkreis ist“, meinte Jürgen Kulow, Rechtsamtsleiter des Altmarkkreises Salzwedel, mit Blick auf das Jahrespensum des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins.

Für euch soll´s rote Rosen regnen: Andrea Müller (von links), die Vorsitzende des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins, dankte beim Jubiläumsempfang besonders ihrem Vorstand Christa Kessler, Anke Kunze, Martina Majewski, Manfred Richter und Henning Krüger.

So seien allein in diesem Jahr elf größere Veranstaltungen geplant, wie zum Beispiel die kommende Kalbenser Kulturnacht. Und diese müssten ja nicht nur durchgeführt, sondern auch vorbereitet werden: „Wenn solcher Einsatz nicht lobenswert ist, welcher dann?“, so Kulow. Lobende Worte gab es auch von Karsten Ruth, dem es „eine Herzensangelegenheit“ war, zu dem Jubiläumsfest zu kommen, so Kalbes Bürgermeister. Denn der Verein sei ein Partner, der stets zuverlässig, sensibel und mit einem großen Ideenreichtum da sei und auch „ungefragt ganz oft an die Seite gesprungen ist“. Ruth zählte beispielhaft und ganz aktuell die Betreuung des Burg- und Heimatmuseums „Altes Wachhaus“ auf, wie auch vom Verein zur Verfügung gestellte Schautafeln, die in der Mildestadt stehen oder die gemeinsame Begehung des Volkstrauertages.

„Die Haltemechanismen hier funktionieren“, bescheinigte ebenfalls der Vizepräsident des Landesheimatbundes, Norbert Lazay, und zog Urkunden, Gratulationsschreiben und Bücher aus seiner „Heimatbund-Wundertüte“, so Lazay.

Auch Andrea Müller (l.) bekam einen großen Strauß Blumen, die Anke Kunze stellvertretend für alle Mitglieder überreichte.

Auf dem Grundstück von Kalbes Ortsbürgermeister Heiko Gabriel, den Andrea Müller natürlich auch begrüßte („Heiko, wir begrüßen dich ganz herzlich auf deinem Hof“), wurde kräftig angestoßen und geplaudert. Zu den vielen Gästen gehörten unter anderem noch Melissa Schmidt vom Tourismusverein, Erika Schwarzbach von der Kalbenser Ortsgruppe der Volkssolidarität, Kalbes Ortswehrleiter Ramón Rulff, Schützengilde-Chef Franta Schettge, Künstlerstadtinitiatorin Corinna Köbele, Ratsstuben-Wirtin Sandra Kunze, Café-Friedenseck-Betreiber André Tepper und auch Mirko Völkel, Geschäftsstellenleiter der Sparkasse in Kalbe, und noch viele mehr.

Bei all den Freunden und Vertretern der Kalbenser Vereine und Institutionen bedankte sich Andrea Müller dafür, dass sie da waren und es auch noch sind. „Kalbe ist in Bewegung“, so Müller. Und das sei eine sehr positive Entwicklung. Damit es so weiter gehe, appellierte die Vorsitzende an ihre Vereinsmitglieder und Gäste, dass man sich künftig noch mehr gemeinsam absprechen, offen für neue Ideen sein sollte und „noch ein bisschen mehr zusammenrücken“ könne. Dabei sei es wichtig, dass die Kalbenser Tourismus-Information die Schnittstelle für alle sei, so Andrea Müller: Man wünsche sich hier noch etwas mehr Engagement.

Dank und eine herzliche Umarmung bekam Gisela Horst, die allererste Vorsitzende des Vereins.

Diejenigen, die ehrenamtlich arbeiten, wüssten, dass es „Engagement, Idealismus und viel Liebe zum Detail“ brauche. Ganz besonders dankte Andrea Müller deshalb Gisela Horst, die die erste Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins war: „Du hast so viel in den Anfangsjahren für den Verein getan“, meinte die derzeitige Vorsitzende zur der ehemaligen und schloss sie fest in die Arme. Obwohl sich der Vorstand im Vorfeld noch abgesprochen hatte, dass man sich gegenseitig nichts zum 25. Jubiläum schenken wollte, hatte Andrea Müller rote Rosen für jedes Vorstandsmitglied dabei: Für die „gute Seele“ Christa Kessler, „unsere Finanzchefin“ Anke Kunze, das „Organisationstalent und die jüngste in unserem Bunde“ Martina Majewski, für Manfred Richter, der „seit 6 Uhr Schnittchen geschmiert hat“ sowie für Henning Krüger: „Wer weiß besser Bescheid als unser Henning?“.

Die Gäste schauten sich interessiert die Vereinschroniken an.

Bei dem Empfang kamen auch die Themen, denen sich die Mitglieder widmen, nicht zu kurz: Heimatgeschichte und Kultur. In Zeitungsartikeln, sortiert in mehreren dicken Akten, auf Foto-Collagen und in den Publikationen des Vereins konnten die Gäste die frühere und aktuelle Historie der Mildestadt, deren Teil ja auch der Verein selbst ist, nachvollziehen. Den kulturellen Rahmen gestalteten die Schülerinnen Marie Krüger, die auf ihrer Akustikgitarre spielte, und Friederike Giese, die in plattdeutscher Mundart das Gedicht „Min Oldmarkland“ des Mehriner Heimatdichters und Ehrenbürgers der Stadt Kalbe, Fritz Hagen, vortrug.

Marie Krüger spielte Stücke auf der Akustikgitarre.

Am Abend feierten die Mitglieder dann intern ihr Sommerfest, welches auch ein buntes Programm beinhaltete: So trug Elisabeth Schögge, Gymnasiastin aus Gardelegen, ein Stück der Schauspielerin und Slam-Poetin Julia Engelmann vor. Die Schülerinnen Mailinda Haxhiu (Gardelegen) und Annika Leue (Jerchel) spielten eine kleine Szene aus dem Stück „Frühlingserwachen“ und schließlich wurde es nach dem Abendessen mit dem Auftritt von Sebastian und Michael Krüger, Jens Eichenberg und Steffen Roth, die auf Gitarre, Geige, Flöte und Trommel spielten, musikalisch.

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