Projekt: „Wenn ich groß bin, werde ich...“/ Kinder der Jeetzer Kita Knirpsenland besuchen Milchviehanlage

Ein Tag in der Arbeitswelt der Großen

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Die kleinen Knirpse erfreuten sich an den Kälbchen und streichelten sie gern. Aktuell besitzt die Agrar GmbH „Kalbescher Werder“ in Jeetze 850 Kühe sowie 700 Jungrinder und Kälber.

Jeetze. Im Zuge ihres Jahres-Projektes „Wenn ich groß bin, werde ich“ besuchen die Kinder der Jeetzer Kita Knirpsenland, darunter auch einige Abc-Schützen und Hortkinder, in den Ferien verschiedene regionale Betriebe.

Die Jeetzer Kinder mit Herdenmanagerin Ina Flohrer (von links) und der Erzieherin Jutta Behrendt-Liebenthal und Sozial-Assistenten Marius Reisener.

Sie schauen sich unterschiedliche Berufszweige an, um in die Arbeitswelt der Großen hineinzuschnuppern. Am Freitag besuchten sie ihren Patenbetrieb, die Agrar GmbH „Kalbescher Werder“ in Jeetze, um dort die Milchviehanlage zu besichtigen.

Herdenmanagerin Ina Flohrer führte die elf kleinen Besucher mit ihrer Erzieherin Jutta Behrendt-Liebenthal und Sozial-Assistenten Marius Reisener durch die Fütterungsanlage. Kindgerecht erklärte sie ihnen einige Landwirtschaftsmaschinen darunter den Maishäcksler, den Futtermischwagen und das Melkkarussell.

Außerdem zeigte sie den Kindern, wie man die Kühe melk. Dabei konnten die Kinder sehen, woher die Milch kommt und dass sie nicht im Supermarkt produziert wird. Auch erfuhren sie, das Kühe nicht Lila sind wie in der bekannte Schokoladenwerbung, und wie man die kleinen Kälbchen richtig versorgt.

Laut Ina Flohrer besitzt der Hof 850 Kühe, 700 Jungrinder und Kälbchen. Am Tag werden rund 26 000 Liter Milch produziert, die anschließend in die Molkerei nach Stendal geliefert und weiter verarbeitet werden. Aktuell liege der Literpreis bei 23 Cent. Ein Betrag über den die studierte Landwirtin nur mit dem Kopf schütteln kann. Das sind allerdings Themen, die nicht für Kinderohren gedacht sind.

Deshalb ging es nach der einstündigen Führung in den großen Saal der Kantine, wo für die kleinen Gäste eine Tasse Kakao und frische Kekse bereit standen. Auf die Fragen, ob denn die frische Milch schmecke, nickten die Kinder zufrieden. Ein Mädchen meinte sogar, dass die Milch ganz anders schmecke, als die, die sie sonst trinke.

Zufrieden und voller neuer Eindrücke gingen die Kinder zurück in die Kita. „In zwei Wochen wollen wir uns dann den Bäckerbetrieb von Bäcker Hohmann in Bismark anschauen“, erklärte Erzieherin Jutta Behrendt-Liebenthal.

Bis dahin werde sie mit den Kindern Kuchen und andere Leckereien aus Milch, Eiern und anderen Zutaten zubereiten – nicht nur damit die Kinder lernen, wie das geht, sondern auch um sie auf den Bäckereibesuch vorzubereiten.

Von Marilena Berlan

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