25-Jähriger stirbt nach Sturz aus fahrendem Zug

FCM-Fan erliegt seinen schweren Verletzungen

dpa/ds Magdeburg.  Hannes ist tot. Der 25 Jahre alter Magdeburger Fußballfan, der Anfang Oktober aus einem fahrenden Zug gestürzt war, ist an seinen schweren Verletzungen gestorben. Das bestätigte am Mittag eine Polizeisprecherin.

Der junge Mann aus dem Bördekreis war in der Nacht zum 2. Oktober in einer Regionalbahn von gewaltbereiten Fans des Halleschen FC bedroht worden. Unklar ist laut Sprecherin, ob er bei Haldensleben aus dem fahrenden Zug gestoßen wurde oder in Panik selbst aus dem Zug sprang.

Der junge Mann hatte schwere Kopfverletzungen erlitten und lag im Koma. Eine spezielle Ermittlungsgruppe "Hannes" arbeite weiter mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls, heißt es von der Polizei.

Die Ermittlungsgruppe hofft unterdessen auf weitere Zeugenhinweise. Konkret sucht die Polizei weitere Zeugen, die sich am 1. Oktober in der betreffenden Regionalbahn von Wolfsburg nach Magdeburg befanden, darunter zwei dunkelhäutige Personen, möglicherweise ausländische Reisende, die nach jetzigem Ermittlungsstand zur Zeit der Auseinandersetzung ebenfalls Fahrgäste der Regionalbahn gewesen sein sollen.

Weiterhin sucht die Polizei Zeugen, welche Beobachtungen im Zusammenhang mit der abfahrenden Bahn aus dem Bahnhof Haldensleben getroffen haben. Für Hinweise zum Fall „Hannes“ wurde die Rufnummer 0391 / 546 5196 geschaltet.

FCM trauert um Fan Hannes

Der 1. FC Magdeburg teilt auf seiner Homepage mit, dass die Drittliga-Mannschaft am Sonnabend zur Partie bei Rot-Weiß Erfurt mit Trauerflor auflaufen wird. "Mit Bestürzung hat der Verein die traurige Botschaft aufgenommen und drückt der Familie von Hannes das tiefste Mitgefühl aus", heißt es auf der FCM-Seite.

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