Unfall: Altmärker auch aus Gardelegen wollten mit Bus zum Polenmarkt

Zwei Tote und 47 Verletzte

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Der Bus musste mit schwerem Gerät von der Eiche weggezogen werden. Für den 38-jährigen Busfahrer aus Salzwedel, der viel Erfahrung hatte, kam jede Hilfe zu spät. Alle übrigen Reisenden wurden verletzt, sieben von ihnen schwer.

Friesack / Gardelegen. Es sollte eine schöne Einkaufsfahrt werden und endete in einer Katastrophe: Ein Busfahrer der Salzwedeler Personenverkehrsgesellschaft (PVGS) und ein Renault-Fahrer aus dem Havelland wurden am Sonnabend bei einem Unfall getötet und 47 Fahrgäste verletzt.

Die Altmärker waren am Sonnabend auf den Weg zu einem Markt am polnischen Grenzübergang Pomellen. Doch zwischen Pessin und Friesack auf der B 5 im brandenburgischen Havelland kam ihnen ein Clio entgegen. Der Fahrer lenkte den Wagen gegen 7. 20 Uhr bei Nebel plötzlich auf die Gegenfahrbahn, es kam zur Kollision mit dem Bus. Das Gefährt krachte gegen einen Baum. Dabei wurde der Fahrer aus Salzwedel eingeklemmt und konnte nicht mehr gerettet werden. Alle übrigen Reisenden – sie kommen aus den Bereichen Klötze, Oebisfelde und Gardelegen – wurden verletzt, sieben von ihnen schwer. Rettungskräfte brachten die Altmärker in insgesamt sechs umliegende Krankenhäuser. Sieben Notärzte und alle verfügbaren Rettungswagen waren am Sonnabend vor Ort.

„Der Bus war gegen 4.30 Uhr in Klötze los gefahren“, erklärte Polizeisprecher Axel Schugardt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. „Es handelt sich um eine gerade Strecke. Sachverständige wurden hinzugezogen, die Fahrzeuge werden noch untersucht. Der Bus kollidierte mit einer Eiche, die einen Stammdurchmesser von etwa 1,20 Meter hat“, so Axel Schugardt weiter. Die Altersspanne der Verletzten reicht von 16 bis 83 Jahren. Darunter eine Busfahrerin, die den später getöteten Mann zwischendurch ablösen sollte. Sie wurde schwer verletzt. Die PVGS oranisiert mehrmals im Jahr Fahrten in Richtung Polen.

38 Personen konnten noch am Sonnabend nach den Behandlungen wieder in die Altmark zurückkehren. Am häufigsten gab es Knochenbrüche.

Von Christian Ziems

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