Arbeitsalltag der Gardelegener Regionalbereichsbeamten: Viele Gespräche bei der Fußstreife

Wochenmarkt als Kontaktbörse

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Arbeit mit Kindern, vor allem bei der Verkehrsprävention, ist wichtiger Bestandteil des Alltags der beiden Gardelegener Regionalbereichsbeamten Lutz Richter (links) und Henry Rosner.

Gardelegen. Sie sind seit etwas mehr als einem Jahr im Amt. Henry Rosner, seines Zeichens Polizeioberkommissar, und sein Kollege Lutz Richter, Dienstgrad Polizeihauptmeister, sind die beiden Regionalbereichsbeamten für das Gardelegener Stadtgebiet.

Dieser etwas sperrige Begriff bezeichnet das, was früher der Kontaktbeamte und zu DDR-Zeiten der Abschnittsbevollmächtigte (ABV) war – jedenfalls in etwa. Rosner und Richter sollen weniger in der Amtsstube hocken, auch nicht vorrangig mit dem Streifenwagen zu Unfällen und Streitigkeiten fahren, sondern buchstäblich „auf der Straße“ arbeiten.

„Die meisten Gespräche haben wir, wenn wir zu Fuß unterwegs sind“, erzählt Henry Rosner. So sei der Wochenmarkt auf dem Gardelegener Rathausplatz so etwas wie eine Kontaktbörse. „Dort werden wir regelmäßig von Passanten angesprochen.“ Die Themen seien nicht immer polizeispezifisch. Darum gehe es aber auch nicht. Denn wichtig ist zu zeigen: Die Polizei ist vor Ort. „Wir sind dann dankbar für jeden Hinweis“, betont Rosner – vom möglichen Unfall-Gefahrenpunkt bis zum losen Gullydeckel.

Vor Ort sind die Regionalbereichsbeamten auch in Schulen und Kitas. Ob Verkehrserziehung, Fahrradprüfung oder die „Busschule“ – der Nachwuchs soll auf den Straßenverkehr und das richtige Verhalten vorbereitet werden.

Die beiden Regionalbereichsbeamten halten aber auch reguläre Sprechstunden ab. An jedem ersten und dritten Dienstag im Monat sind sie von 15 bis 18 Uhr im Gardelegener Revierkommissariat an der Isenschnibber Chaussee vor Ort – und meist alleine. Großartig angenommen, so Henry Rosner, werden die Sprechstunden nicht.

Von Stefan Schmidt

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