Thema beim Sozialausschuss: Nutzung des Torwächters / Künstler will Werk aus Bronze schaffen

Wird er jetzt doch zerstückelt?

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Seit November 2015 ist der Torwächter weg. Der Grund war ein Pilzbefall an mehreren Stellen. Auf der jüngsten Sozialausschusssitzung wurde erneut über seine Nutzung diskutiert.

Gardelegen. Seit gut sieben Monaten fehlt der Torwächter vor dem Salzwedeler Tor. Der Grund dafür war ein Pilzbefall an mehreren Stellen der Konstruktion.

Nach Angaben der im vergangenen Jahr durchgeführten Schadensuntersuchung (wir berichteten) reichten die Schäden bis hinauf zu den Knien. Deshalb musste der Eichenriese entfernt werden. Seither ist er an einem sicheren Ort gelagert – und liegt auch bis jetzt dort.

Die Stadt startete vor wenigen Monaten eine Umfrage und sammelte Vorschläge, was man denn mit dem Holzmann machen könnte. Schließlich war er bis dato zu schade, um als Brennholz zu enden. Unterschiedliche Vorschläge von Bürgern erreichten Bürgermeisterin Mandy Zepig. Der beste Vorschlag von allen war, den Torwächter bis zu einem bestimmten Punkt zu „amputieren“ und das fehlende Holzstück durch ein Metallelement zu ersetzten.

Dieser Vorschlag hielt sich bis zur jüngsten Sozialausschussversammlung am Dienstag im Sportlerheim des Fußballstadions „Rieselwiese“. Am Montag sprach Mandy Zepig mit dem Erschaffer des Torwächters, Roland Lindner aus Zeitz, über mögliche Erhaltungsmaßnahmen seines Kunstwerkes. Dieser sprach sich jedoch klar dagegen und für die Zerstückelung seines Holzwerkes aus . Alternativ würde er etwas Neues erschaffen, aber nicht aus Holz, sondern möglicherweise aus Bronze, da er derzeit viel mit dem Material Bronze arbeitet.

„In diesem Fall können wir auch einen anderen Künstler fragen, der uns ein neues Kunstwerk erschaffen könnte. Die eigentliche Frage ist jetzt, was wir mit dem Torwächter machen wollen?“, fragte Gardelegens Bürgermeisterin in die Ausschussrunde.

„Wir könnten die einzelnen Holzstücke als Brennholz versteigern“, schlug Anja Rohrdiek, beratende Bürgerin im Sozialausschuss, vor. CDU-Fraktionsmitglied, Andreas Finger, sieht im Zerfall des Holzriesen die Symbolik der Vergänglichkeit. Deshalb könnte er sich vorstellen den Riesen nochmals aufzustellen, allerdings nicht am Salzwedeler Tor, sondern vielleicht auf dem Wall.

Noch sind sich die Ausschussmitglieder uneinig, was sie mit dem Eichenriesen machen wollen. Bürgermeisterin Mandy Zepig bat deshalb bis zur nächsten Sitzung um konkretere Vorschläge von den Ausschussmitgliedern.

Von Marilena Berlan

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