Zukunftskonferenz im Kirchenkreis Salzwedel am Sonnabend in Gardelegen gestartet

„Wir sind erst mal losgegangen“

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Sind die Moderatoren der Zukunftskonferenz, die am 31. März und 10. Oktober nächsten Jahres fortgesetzt wird (v.l.): Referent Thomas Berger aus Berlin, des Präses der Kreissynode Matthias Raapke, Superintendent Matthias Heinrich und Kirchenkreis-Mitarbeiter Jochen Matthias Heinecke.

Gardelegen. Der Kirchenkreis Salzwedel geht neue Wege. Denn hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter sowie engagierte Gläubige aus den Kirchengemeinden wollen gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, die Kirche zukunftsfähig zu gestalten.

Dafür wurde von der Kreissynode, was erst- und einmalig in der Landeskirche sowie in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands   (EKM) ist, eine dreiteilige Zukunftskonferenz unter dem Motto „Ankommen. Aufbrechen“ ins Leben gerufen, die am Sonnabend in der Aula des Gardelegener Gymnasiums startete und am 31. März sowie 10. Oktober am selben Ort fortgeführt wird.

Eventuelle Ergebnisse daraus liegen noch komplett im Dunklen. „Es wird spannend“, sagte SuperintendentMatthias Heinrich. „Ich weiß auch nicht, wo es hingehen wird.“ Und auch wenn er deswegen eine innere Unruhe verspüre, so freue er sich schon heute auf die dritte Konferenz, nach der die Ergebnisse lesbar und erlebbar sein werden. Die Reise könnte in eine stärkere Beteiligung vieler führen, aber da wolle und könne er sich, so Heinrich, nicht festlegen. Das bestätigt auch Matthias Raapke, Präses der Kreissynode: „Das Ergebnis ist offen. Wir sind erst mal losgegangen.“

Diese beiden sowie Jochen Matthias Heinecke, im Kirchenkreis für Lektoren, Prädikanten und Mission zuständig sowie von der Kreissynode mit der Zukunftskonferenz beauftragt, und Referent Thomas Berger, Gemeindebegleiter und Organisationsentwickler aus Berlin, moderierten die Konferenz. Dabei ging es in diesem ersten Teil darum, die Entwicklung der Kirche in den vergangen 30 Jahren bis zur Gegenwart mit den Augen jedes Einzelnen der knapp 100 Teilnehmer zu betrachten, um daraus ein gemeinsames Bild abzuleiten, wie sieht Kirche gegenwärtig aus. Dazu gab es verschiedene Aufgaben, wie beispielsweise Interviews, bei denen sich die Gesprächspartner im positiven Sinn selbst reflektierten, und Gruppengespräche, die im hier und heute mit den persönlich gespürten Trends im kirchlichen Leben endeten. Die Sichtweisen waren so verschieden wie die Teilnehmer. Denn es waren Pfarrer, hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter des Kirchenkreises und der Synode, Vertreter der diakonischen Einrichtungen und Schulen, Gemeindekirchenräte sowie Gläubige aus den Gemeinde, denen gemeinsam war, das sie gestalten wollen. Alle Ecken waren vertreten, freute sich Heinrich: „Es gibt nirgendwo Verweigerung, sondern Begeisterung.“

Von Elke Weisbach

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