Landesstraßenbaubehörde verschließt sich möglichen Änderungen in Neu-Kloster nicht

„Wir haben ja auch Kinder“

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Die Bushaltestelle in Neu-Kloster zwischen Gardelegen und Kloster Neuendorf. Hier kam es vor einem Monat zu einem tödlichen Unfall mit einem Schulkind.

Gardelegen. Die Diskussion um mehr Sicherheit an der Bushaltestelle in Neu-Kloster an der Bundesstraße 188 zwischen Gardelegen und Kloster Neuendorf hat auch den Straßenbaulastträger, die Landesstraßenbaubehörde in Stendal, erreicht.

Ein Vertreter dieser Behörde wird in wenigen Tagen dabei sein, wenn sich Stadt und Kreis vor Ort treffen, um über mögliche bauliche Veränderungen zu beraten. An dieser Stelle kam es vor einem Monat, genauer am 29. September, morgens zu einem tragischen Unfall, als ein sechsjähriger Junge, der erst wenige Wochen zuvor eingeschult worden war, über die Straße lief und von einem Auto tödlich erfasst wurde. Der Erstklässler wartete frühmorgens mit anderen Kindern auf den Schulbus.

„Wir haben ja auch Kinder und Enkelkinder“, erklärt Manfred Krüger, der Leiter der Landessstraßenbaubehörde, gegenüber der Altmark-Zeitung. Mit anderen Worten: Die Behörde würde sich Veränderungen vor Ort nicht verschließen, um die Sicherheit vor allem der Kinder zu erhöhen. „Wir sind offen für Vorschläge und schalten ganz gewiss nicht auf stur.“

Diskutiert wird seit dem Unfall eine Herabsetzung der Geschwindigkeitsbegrenzung von derzeit 70 km/h beidseitig auf 50 km/h auf der B 188 oder auch eine Verlegung der Bushaltestelle in Richtung des angrenzenden Wohngebiets Kellerberge. Dort müsste aber erst noch eine Wendeschleife für die Busse gebaut werden.

Von Stefan Schmidt

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