Aufforstung auf drei Hektar im Jercheler Revier „Hohes Feld“ / Biotop geplant

Aus Wiese wird Laubwald

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Revierleiterin Katalin Brattig mit ihrer Hündin Abby an der Aufforstungsfläche. Hier sollen in diesen Tagen Roteichen, Wildobstgehölze und Büsche gepflanzt werden und so ein Biotop entstehen.

Jerchel. Noch sehen die drei Hektar aus wie eine karge Mondlandschaft, erklärt Revierleiterin Katalin Brattig. Und es ist wahrhaftig noch etwas Fantasie gefordert, um sich ein grünendes und auch blühendes Biotop vorzustellen.

Aber genau das wird die Fläche im Jercheler Revier „Hohes Feld“ – einige hundert Meter den Weg am Friedhof hoch – in den kommenden Jahren werden. Denn sie wird in diesen Tagen aufgeforstet.

Wie Katalin Brattig erläutert, war die Fläche vorher eine trockene, arme Wiese. In zahlreichen Gesprächen verständigten sich der Privatmann und Katalin Brattig dann dahingehend, die Fläche aufzuforsten, was ja auch Waldvermehrung bedeutet. Allerdings werden dort keine Kiefern, die Hauptbaumart in der Region, angepflanzt, sondern mit Laubbäumen. Roteiche soll als Hauptbaumart dominieren, weil sie gut Trockenheit an diesem extrem schlechten und sehr trockenem Standort vertragen kann. Zur Vorbereitung der Pflanzung sollten die drei Hektar eigentlich nur leicht angepflügt werden. Der Boden war allerdings derart verdichtet und hart, dass damit nichts erreicht wurde. Aus diesem Grund wurde tief gepflügt, weshalb die Fläche derzeit auch wie eine Mondlandschaft aussieht. Aber so haben die kleinen Setzlinge wenigstens die Möglichkeit anzuwachsen und ihre Wurzel im Erdreich zu verankern.

Die Roteiche soll hauptsächlich mittig auf der Fläche gepflanzt werden. Am Waldrand sollen verschiedene Büsche dominieren, aber auch Birken eine Chance haben. Zum angrenzenden Feld im hinteren Bereich sollen Wildobstgehölze gepflanzt werden. Wie das Biotop in rund zehn Jahren aussehen könnte, können Interessierte schon an der gegenüberliegenden Fläche sehen. Auch dort wurde ein Mischwald-Biotop mit Linden und Eichen angelegt, in dem aber auch Kiefern zu finden sind. Diese haben sich wahrscheinlich selbst dort ausgesamt. Auch Rosen sind dort am Waldesrand zu entdecken. So stellt sich die Revierförsterin auch die neu angelegte Fläche vor. Es soll wachsen, was sich selbst aussät oder beispielsweise per Vogelkot dorthin transportiert wurde. Und auch wenn nicht alles anwächst und es Lücken gibt, macht das auch nichts. Denn dadurch, so Katalin Brattig entstehen Nischen, sprich Kleinst-Biotope, die wieder Lebensräume für andere Pflanzen und Tiere bieten. Je mehr Struktur um so besser.

Zuständig für die Aufforstung ist die Crescat Waldbau GmbH aus Kamitz, mit der das Betreuungsforstamt Letzlingen schon des Öfteren zusammengearbeitet hat.

Von Elke Weisbach

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