14 ambitionierte Teilnehmer aus fünf Vereinen starteten beim 8. Seglermarathon des Modellflugclubs Gardelegen

Wenn der Motor aus ist, läuft die Zeit

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Der MFC Gardelegen hatte am Wochenende zum 8. Seglermarathon eingeladen. Insgesamt nahmen 14 Piloten aus fünf Vereinen am Wettbewerb teil. Der Gardelegener MFC konnte sich mit tollen Ergebnissen über die ersten drei Plätze freuen.

Gardelegen. Waren es große Vögel, vielleicht Störche, die am Sonnabend und Sonntag so anmutig in den Wolken schwebten? Nein, es waren Modellflugzeuge. Denn der Modellflugclub (MFC) Gardelegen hatte zum mittlerweile achten Mal zum Seglermarathon auf den Flugplatz eingeladen.

„Sebastian hat es erfunden“, sagt Hans-Peter Haase vom Verein über seinen Sohn Sebastian Haase.

Hans-Peter Haase ordnete mit seinem Enkelsohn Frederik Kulka die Kabel im ersten eigenen Segelflieger des Vierjährigen.

Gemeinsam mit Robert Karow, Norbert Dankert und Achim Grützmacher organisieren sie den Marathon, der einfach etwas anderes sein soll als die Standardwettbewerbe für Modellflug-Fans: „Das Besondere ist, dass es zehn Wertungsflüge gibt, die alle in die Wertung kommen“, so Hans-Peter Haase. Bewertet werden in jeder Runde die Flugzeit und die punktgenaue Landung. Für die Landung ist zum Beispiel eine 20 Meter lange Linie am Boden markiert. An dieser Linie soll dass Modellsegelflugzeug möglichst dicht landen. Es wird dann gemessen, wie weit der Flieger von der Landelinie entfernt liegt.

Michael Gottschalk vom MFC „Otto Lilienthal“ Havelberg musste den richtigen Moment zum Gleitflug abpassen.

Doch vorher wird ja erst geflogen. Die Flugzeit beginnt, wenn der Motor des Fliegers vom Piloten abgeschaltet wird. Für die Wertungen sind verschiedene Flugzeiten vorgegeben, zum Beispiel zehn Minuten. Der Pilot, der den Segler vom Boden aus mit einer Funkfernsteuerung lenkt, muss abschätzen, wann er den Flugmotor abstellt und wie hoch er sein Modell in die Luft bringt, damit es genau innerhalb der Zeit durch ein beispielsweise abgestecktes Tor durchgleitet. Für jede Sekunde, die das Flugzeug zu lange oder zu kurz in der Luft ist, gibt es drei Punkte Abzug.

„Wir sind der Anhang“, kicherten Gerlinde Schulz (v.r.), Edith Dankert und Renate Kilz und machten es sich in der Sonne gemütlich.

Insgesamt traten 14 Teilnehmer aus fünf Vereinen (MFC Gardelegen, MFC „Otto Lilienthal“ Havelberg, FSC Burg, MFC Wolfenbüttel und MFC „Milan“ Hohenerxleben) zum Modellflug-Marathon an. Und jeder war auch des öfteren Schiedsrichter. Da jeder ein Konkurrent und gleichzeitig Juror ist, gehe es fair zu, so Hans-Peter Haase. Am Sonnabend wurden die Flieger, die nicht nur fertig gekauft, sondern auch selbst geplant und konstruiert werden können, in die Luft geschickt, bis „der große Regen kam“, so Haase. Das Wetter war kein Problem, denn dann verzogen sich alle in ihre Wohnwagen, die am Flugplatz standen. Am Sonntag lachte dann die Sonne vom Himmel und es wurde bis zum Nachmittag weiter geflogen. Am Ende holte der Ideengeber des Marathons, Sebastian Haase, den Sieg mit 4501 Punkten. Dicht gefolgt von Robert Karow auf Platz 2 (4461 Punkte) und Hans-Peter Haase auf Platz 3 (4447 Punkte).

Von Hanna Koerdt

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