Paul Seguin, Fußballprofi des VfL Wolfsburg, gab sich beim Fantreff in Jävenitz volksnah

„Wann haut Ihr die Bayern weg?“

+
Fan und Zwillingsvater Segio Nilazzo mit Theodor und Eleonora (rechts) freute sich über ein Fanshirt, das ihm Paul Seguin überreichte.

hb Jävenitz. Paul Seguin vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg war am Sonntag zu Gast bei den „Altmarkwölfen“ in Jävenitz. Der einzige Altmärkische Fanclub des VfL Wolfsburg hatte den Besuch organisiert.

Und der Profikicker war nicht nur gut drauf, er ging mit seinen Fans sogar auf Tuchfühlung.

Stephan Kagelmann aus Jävenitz kam dem Jungprofi des VfL Wolfsburg ganz nah.

Gleich nach seiner Ankunft am Jävenitzer Sportlerheim ging es erstmal rauf auf den Rasen. Beim Torwandschießen trat der 21-Jährige gegen Jonas Felter aus Gardelegen und Elias Spengler aus Jävenitz an und verlor zur Freude der beiden Nachwuchskicker. Doch der Profi revanchierte sich später. Denn gegen Elias gewann er im Sportlerheim schließlich ein Duell am Kickertisch und gegen Jonas auf der Xbox. Der brachte Seguin allerdings bei der Auswahl der virtuellen Fifa-Fußballmannschaften in die Zwickmühle. Denn Jonas suchte sich als erster Wolfsburg aus. Seguin: „Was, du nimmst Wolfsburg? Wen soll ich denn dann nehmen? Ich kann doch nicht gegen Wolfsburg spielen.“ Und so spielten kurzerhand Wolfsburg gegen Wolfsburg.

Horst-Dieter Naussed (links), Vorsitzender der „Altmarkwölfe“, freute sich über den gut gelaunten Gast.

Mit den Toren klappte es aber derzeit offenbar wirklich nicht, „selbst wenn beide Mannschaften Wolfsburg sind“, kommentierte Horst-Dieter Naussed, Vorsitzender der „Altmarkwölfe“ schmunzelnd die Partie. Damit spielte er auf die 1:2-Niederlage der Wolfsburger am Abend zuvor bei Werder Bremen an. Dazu musste sich Seguin auch noch ein paar kritischen Fragen stellen. „Das war kein gutes Spiel von uns, aber wir machen das nicht mit Absicht“, versicherte der Profikicker selbstkritisch. Und auch andere Fragen beantwortete er ehrlich und geduldig. So erzählte er den Jävenitzern zum Beispiel, dass er schon als Vierjähriger auf dem Rasen stand, machte aber auch klar, dass Profisportler hart arbeiten müssen und dabei nur wenig Freizeit haben und gab Einblicke in den Fußballeralltag.

Für die Zukunft gab sich Seguin, der seit 2007 beim VfL Wolfsburg spielt und beim Gastspiel in Bremen erstmals von Beginn an spielte, aber ganz optimistisch und gut gelaunt. Und er lachte zusammen mit den Fans herzlich über die Frage aus dem Publikum „Und wann haut ihr die Bayern weg?“

Viel Zeit nahm sich Paul Seguin, Sohn des früheren Magdeburger Fußballspielers Wolfgang „Paule“ Seguin, im Anschluss an die Fragerunde dann auch noch für ein kleines Kegelturnier mit Dominic Naussed und natürlich für eine ausgiebige Autogrammstunde, bei der auch etliche kleine Gastgeschenke die Besitzer wechselten.

Kommentare