Kindergarten und Ortsgruppe aus Lindstedt besuchen Gardelegens Rathaus und Museum 

Ein Vormittag mit Julius Beck

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Lindstedts Kindergarten „Entdeckerland“ und einige Mitglieder der Ortsgruppe besuchten gestern das Gardelegener Rathaus und Museum. Julius Beck zeigte ihnen gerne seine Stadt.

Gardelegen. Die künftigen Abc-Schützen aus dem Kindergarten „Entdeckerland“ in Lindstedt waren gestern, gemeinsam mit ihren beiden Erzieherinnen Anika Freytag und Sophia-Madeleine Yaman sowie der Volkssolidaritäts-Ortsgruppe Lindstedt, zu Besuch im Gardelegener Rathaus und im Museum.

Eigentlich wollten die Kleinen Gardelegens Oberhaupt Mandy Zepig antreffen. Da sie aber derzeit in Urlaub ist, empfing sie Altbürgermeister Julius Beck alias Rupert Kaiser und führte sie durch die Räume seines alten Arbeitsplatzes, von denen er einst über die ganze Stadt regierte.

Gardelegens Altbürgermeister Julius Beck führte durchs Rathaus und zeigte den Kindern das Trauungszimmer. Nico (6) und seine Erzieherin Anika Freytag durften Braut und Bräutigam spielen.

Im Anschluss des Rathausbesuchs zeigte Julius Beck seinen Gästen die Alte Apotheke, die im Mittelalter dem Apotheker Bartholomäus Hecht gehörte, der den weiten Weg aus Lüneburg auf sich nahm, um sich mit seiner Frau Kunigunde und den drei gemeinsamen Kindern in Gardelegen niederzulassen. Hecht war in der Stadt nicht nur als Pharmazeut bekannt, sondern auch als leidenschaftlicher Alkoholgenießer, zumal er Likör und Branntwein auch in seiner Apotheke verkaufte. Später, wie der Altbürgermeister verriet, war der alte Bartholomäus selber sein treuester Kunde.

Dem alten Apotheker zu Ehren trank der Bürgermeister auch einen kleinen Schluck. Dann führte er die Kinder in die vier Meter unter der Erde gelegenen Kellerräume der Apotheke, in der sich heute ein Bier- und Braumuseum befindet. „Im Mittelalter bestanden die Kellerräume aus Feldsteinen, die sehr kalt waren, damit man Nahrungsmittel darin aufbewahren konnte“, erklärte Julius Beck den jungen Besuchern. Außerdem seien die Keller früher so gebaut worden, dass man von Keller zu Keller gehen konnte.

Gespannt, mit wachsamen Augen und offenem Mund verfolgten die Kinder die Gesten des Altbürgermeisters und lauschten seinen interessanten Worten. Doch auch jede spannende Führung findet irgendwann mal ein Ende. Und das beginnt allerspätestens, wenn der Magen knurrt. Deshalb ging es nach dem Museumsbesuch gleich zum Mittagessen in die benachbarte Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Gardelegen, wo auf alle Teilnehmer des Rundgangs Spaghetti mit Tomatensoße und selbstgemachter Schokoladenpudding wartete.

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