Potzehner Fest der Vereine / Jugendfeuerwehr gewinnt Spiel der Titanen

Mit vollem Körpereinsatz

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Das Spiel der Titanen im Freibad war wieder der Höhepunkt des Festes der Vereine in Potzehne. Adrian Voigt (oben) und Lukas Schulze vom Team der Jugendfeuerwehr gaben beim Ritterspiel alles. Es war nicht leicht eine Wasserbombe mit der Lanze zu treffen.

Potzehne. Es war ein riesen Spaß, dass sah man nicht nur dem Publikum an, das sich teilweise vor Lachen den Bauch halten musste, sondern auch den Teams, die gestern im Potzehner Freibad beim „Spiel der Titanen“ antraten.

Schon seit Freitag wurde in Potzehne das Fest der Vereine gefeiert, welches immer von einem Organisationsteam aus Mitgliedern der Fördervereine der Feuerwehr und des Freibades sowie des Sportvereins Grün-Weiß Potzehne vorbereitet wird. Am Freitag startete das Festwochenende mit einem Fußballturnier der E-Jugend, bei dem auch zwei Jugendmannschaften des 1. FC Magdeburg kickten – gewonnen hat die Potzehner Jugend. Am Sonnabend fand außerdem ein G-Jugend-Turnier statt und knapp 30 Kinder konnten an fünf Stationen Prüfungen absolvieren und sich DFB-Fußballabzeichen in Gold, Silber und Bronze sichern. Recht schmuddelig war das Wetter am Sonnabend, trotzdem ließen sich neun Mannschaften beim Fußball-Dörfer-Turnier nicht vom Regen abhalten und gaben auf dem Feld ihr Bestes. Im Finale konnte sich das Team „Eltern F-Jugend“ (Potzehne) gegen das Team Jeseritz mit einem Tor Vorsprung durchsetzen. Am Abend wurde dann bei der Havana Party im Freibad kräftig gefeiert, nachdem sich alle vorher noch den abendlichen Krimi – das EM-Spiel Deutschland gegen Italien – angesehen hatten.

Der Sonntag begann mit einem gemütlichen Frühschoppen, bei dem die Altenhausener Blaskapelle musikalisch unterhielt. Auf dem Sportplatz kickte dann zum ersten Mal wieder offiziell die Potzehner Männermannschaft, die sich nach einer Auflösung nun wieder neu gegründet hat.

Marina Herrigt drückte sich beherzt gegen die Rückseite ihres Ehemannes Daniel, damit der Ballon an seinem Rücken platzt.Die Mannschaften wurden von den Zuschauern kräftig angefeuert und mit Applaus für ihre Leistungen belohnt.

Der Höhepunkt war dann aber das Spiel der Titanen im Freibad. Fünf Teams – Fußballerinnen, Jugendwehr, Feuerwehr, Volleyballer und Eltern F-Jugend – mussten bei verschiedenen Spielen Punkte holen. Zum Beispiel beim Ritterspiel: Ein Teammitglied nimmt ein zweites Teammitglied Huckepack und dieses versucht mit einer Lanze einen mit Wasser gefüllten und hängenden Ballon zum Platzen zu bringen. So manchem fehlte wegen der Taucherbrille, die dabei getragen werden musste, total der Durchblick und es wurde ordentlich in der Luft herumgestochert.

Auf einer 1,40-er Luftmatratze mussten die Teams so schnell wie möglich durchs Becken paddeln, ohne dass einer auf der Strecke verloren ging.

Dann musste bei der Wasserrallye ein Tablett auf zwei Stöcken in Teamarbeit getragen werden, auf dem ein mit Wasser gefüllter Becher stand – wer am Ende das meiste Wasser in den großen Eimer gekippt hatte, hatte gewonnen. Doch vermutlich für alle am witzigsten war der Luftballon-Staffellauf, bei dem einem Teammitglied ein Ballon um die Hüften gebunden war, der dann am Rücken baumelte. Ein anderes Teammitglied musste angerannt kommen und diesen mit dem eigenen Körper – mit dem Bauch, nicht mit den Händen – zum Platzen bringen. Von bedrohlichen Sprüngen bis zu sanftem Ankuscheln und Reiben, Stoßen, Drücken war alles dabei – zur großen Belustigung aller Anwesenden.

Nach fünf Spielen stand das Ergebnis fest: Die Jugendfeuerwehr hatte die meiste Power und konnte sich diesmal den Pokal sichern.

Von Hanna Koerdt

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