Eine Frage des Geldes: Ausbau der Rudolf-Breitscheid-Straße in Gardelegen steht auf der Kippe

Vielleicht doch keine Sanierung?

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Die Rudolf-Breitscheid-Straße in Gardelegen soll im Bereich zwischen Burgstraße und Philip-Müller-Straße saniert werden – möglicherweise aber nicht mehr, wie im Haushalt vorgesehen, in diesem Jahr.

Gardelegen. „So viel kann ich zumindest sagen: Im August werden wir mit der Sanierung nicht mehr beginnen. “ Mandy Zepig, Gardelegens Bürgermeisterin, hält sich bedeckt, was die Ausbaupläne für die Rudolf-Breitscheid-Straße in Gardelegen angeht.

Ursprünglich war geplant, den knapp 100 Meter langen Abschnitt zwischen der Burgstraße und der Philipp-Müller-Straße nach dem Hansefest, also ab August, zu sanieren. Und zwar in einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Gardelegener Wasserverband, der in diesem Abschnitt Leitungen erneuern will. Doch die städtischen Pläne stehen derzeit augenscheinlich auf der Kippe. Details dazu will Mandy Zepig am Montagabend, wenn die Mitglieder des städtischen Bauausschusses ab 19 Uhr tagen, erläutern.

Offenbar geht es ums liebe Geld. Die Auftragsbücher vieler Baufirmen sind deutschlandweit voll, die Betriebe suche nicht händeringend, wie mitunter in der Vergangenheit geschehen, nach neuen Aufträgen. Dies treibt die Preise in die Höhe – nach Informationen der Altmark-Zeitung auch im Fall der Rudolf-Breitscheid-Straße,

Weil die Stadt in den nächsten Monaten und Jahren aber vor allem bei Kindereinrichtungen massiv investieren will, sollen unnötige Ausgabensteigerungen an anderer Stelle des vom Stadtrat beschlossenen Haushalts vermieden werden. Der Bau oder die Sanierung einer Kita erscheint derzeit wichtiger als die Erneuerung eines Straßenabschnitts, der zweifelsfrei irgendwann gemacht werden muss – aber nicht zwingend in diesem Jahr.

Zumal eine Verschiebung hinein in den Herbst die Gefahr einer Winterbaustelle und damit einer längeren Unterbrechung erhöhen würde. Denn ein Aufreißen der Rudolf-Breitscheid-Straße würde massive Umleitungen für Autofahrer im Gardelegener Innenstadtbereich nach sich ziehen.

Von Stefan Schmidt

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