Denkmalpflegeverein kämpft weiter für Erhalt

380 Unterschriften für das Gardelegener Bet- und Backhaus

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Jürgen Bajerski überreichte Gardelegens Bürgermeisterin und Stiftungsvorsitzender Mandy Zepig eine Mappe mit 380 Unterschriften für den Erhalt des Bet- und Backhauses.

Gardelegen. Er gibt nicht auf und hofft weiterhin, dass die Entscheidung, das alte Bet- und Backhaus auf dem Hof des Großen Hospitals abzureißen oder ab- und an anderer Stelle außerhalb des Stadtgebietes wieder aufzubauen, überdacht und zurückgenommen wird.

Aus diesem Grund sammelte der Gardelegener Kultur- und Denkmalpflegeverein in den vergangenen Wochen weiter Unterschriften, um sein Anliegen als Wunsch vieler zu untermauern.

Jürgen Bajerski überreichte am Montag Kopien von 380 Unterschriften an Mandy Zepig mit der Hoffnung, „dass der Abrissantrag zurückgenommen wird“. Gardelegens Bürgermeisterin ist gleichzeitig Vorsitzende des Stiftungsrates, die (Noch)Eigentümerin des Großen Hospitals ist und gestern in nichtöffentlicher Sitzung tagte. Und Zepig machte deutlich, dass sie das Engagement von Bajerski und dem Denkmalpflegeverein sehr schätze, auch wenn es um eine Sache gehe, bei der sie eine andere Meinung vertrete. Sie hoffe aber auch künftig auf eine gute Zusammenarbeit. Man wolle sich die Liste ansehen, erklärte sie.

Hintergrund: Das mittelalterliche Gebäude soll verschwinden, um Platz für Parkflächen zu schaffen. Das ist der Plan des künftigen Eigentümers des Großen Hospitals, der Gardelegener Wohnungsbaugenossenschaft (Wobau). Ein entsprechender Antrag wurde bereits im Mai vom (Noch)Eigentümer, dem Stiftungsrat an die Untere Denkmalschutzbehörde des Kreises gestellt. Eine Entscheidung steht noch aus.

Mit dabei war gestern auch Lutz Schwarzbrunn. Der Stendaler Architekt, der viele Jahre in Gardelegen wohnte und sich mit historischen Gebäuden auskennt, will den Verein in seinem Kampf unterstützen. Denn hier soll etwas ohne Not abgerissen werden, was er gestern als gravierendes Problem bezeichnete. Mit ihm gemeinsam will der Denkmalpflegeverein nun darum bitten, während der nächsten Stadtratssitzung noch einmal über wichtige Fakten zu informieren und für den Erhalt des Gebäudes werben zu dürfen.

Von Elke Weisbach

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