Keine Flüchtlinge mehr an der Philipp-Müller-Straße in Gardelegen

Unterkunft steht jetzt leer

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Die Flüchtlingsunterkunft an der Philipp-Müller-Straße in Gardelegen steht seit einem Monat leer. Zwischenzeitlich lebten dort 40 Personen, meist junge Familien. Die Einrichtung wird aber weiterhin vorgehalten, Kreis-Mitarbeiter sind vor Ort.

Gardelegen. Es herrscht noch Leben im Flachbau. Mitarbeiter der Kreisverwaltung sind vor Ort. Aber die, um die sie sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren gekümmert haben, sind weg: Asylbewerber und Flüchtlinge vorwiegend aus dem arabischen Raum und vom Balkan.

Denn die Kreisverwaltung hat, wie bereits im April von Landrat Michael Ziche angekündigt (wir berichteten), die Flüchtlingsunterkunft an der Philipp-Müller-Straße in Gardelegen, gleich neben dem Gebäude der Kreisverwaltungs-Außenstelle, leer gezogen. Und das zum 1. Juni. Derzeit werden die Flüchtlinge, wenn sie nicht schon in Wohnungen in Gardelegen untergebracht sind, in Salzwedel in der dortigen Aufnahmestelle betreut.

Ziche hatte das vorläufige Aus der Unterkunft in Gardelegen bereits im Frühjahr angesichts der sinkenden Flüchtlingszahlen angekündigt. Das Gebäude, in dem sich zuvor unter anderem die Tafel-Ausgabestelle befunden hatte, sei „auf einen Standby-Modus“ gestellt worden. Soll heißen: Bei Bedarf können wieder Menschen dort einziehen. Doch der Bedarf ist derzeit nicht vorhanden.

Ende 2013 wurde die Unterkunft, die zuvor hergerichtet worden war, eröffnet. 40 Personen, vor allem junge Familien, lebten dort, um danach möglichst schnell im Stadtgebiet eine Wohnung zu erhalten. Im Januar 2015 besuchte auch Ministerpräsident Reiner Haseloff die Einrichtung.

Von Stefan Schmidt

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