Sozialausschuss entscheidet Dienstag

Torwächter in Gardelegen: Vier Bieter

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Der hölzerne Torwächter stand 13 Jahre lang am Salzwedeler Tor und war ein beliebtes Fotomotiv. Nun werden die Überreste verkauft. Dafür gibt es vier Bewerber.

Gardelegen. Seit dem vergangenen November ist er aus dem Gardelegener Stadtbild verschwunden – der hölzerne Torwächter, der über viele Jahre hinweg vor dem mächtigen Salzwedeler Tor stand und schnell eines der Wahrzeichen der Stadt war.

Der Pilz hatte die Füße des Kolosses befallen, die Stadt musste damals schnell handeln und nahm den Torwächter weg.

Nun werden die Überreste an eine Privatperson vergeben. Darüber entscheiden die Mitglieder des Gardelegener Sozialausschusses bei ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 16. August.

Wie Bürgermeisterin Mandy Zepig informiert, gibt es vier Interessenten, die Angebote abgegeben hätten. Drei davon kommen aus dem Gardelegener Stadtgebiet. Zwar soll der Verkauf des Torwächters auch etwas Geld in die Stadtkasse spülen. Aber der Preis, so verdeutlichte sie, sei nicht das Hauptkriterium bei der Entscheidung, wer das einstige Wahrzeichen bei sich daheim aufstellen darf. Ein weiterer Punkt könnte sein, dass der Torwächter auch künftig optisch zu sehen sein soll.

Der Torwächter wurde geschnitzt aus den Überresten einer bei einem Sturm umgekippten Eiche, die direkt neben dem Salzwedeler Tor gestanden hatte. Die Torwächter-Idee war damals im Gardelegener Stadtrat nicht unumstritten: Manch einer befürchtete eine Verschandelung des Salzwedeler Tores. Aber kurz nach seiner Aufstellung 2002 entpuppte sich die Skulptur als eine der Attraktionen der Stadt und vor allem als beliebtes Fotomotiv. Bei Stadtführungen war der Gang zum Torwächter stets ein Muss.

Von Stefan Schmidt

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