Gardelegens Sozialausschuss entscheidet: Hölzernes Wahrzeichen wird im Bürgerpark aufgestellt

Torwächter erhält „betuchte Dame“

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Der Bürgerpark – rechts die Stele aus Anlass des Sachsen-Anhalt-Tages – wird die neue Heimat des hölzernen Torwächters. Das hat der Gardelegener Sozialausschuss entschieden.

Gardelegen. Die Zukunft des Torwächters – jenes hölzernen Wahrzeichens, das im vergangenen November vom alten Standort vor dem Salzwedeler Tor entfernt werden musste – ist geklärt. Die Reste des Monuments sollen künftig im Gardelegener Bürgerpark stehen.

Das haben die Mitglieder des städtischen Sozialausschusses und weitere Anwesende während ihrer Zusammenkunft am Dienstagabend mit deutlicher Mehrheit entschieden. Damit hat die neben dem Bürgerpark beheimatete Firma GalaServ den Zuschlag für den Torwächter erhalten.

Firmenchef Thomas Berlin hatte in einem Schreiben sein Interesse am Torwächter für den Standort Bürgerpark bekundet. Dort „steht er in der Sonne und genießt diese auf seine letzten Tage“, heißt es unter anderem zur Begründung. Im Bürgerpark sei der Torwächter „in geselliger Runde mit den jungen Bäumen am Mehlbeerenhain“. Und: Man werde dem Torwächter, so heißt in den launig verfassten Zeilen weiter, „in absehbarer Zeit auch eine betuchte Dame an die Seite stellen, damit er nicht so alleine ist im Alter“.

Die Sozialausschuss-Mitglieder stimmten geheim an einem Flip-Chart ab – und waren mit klarer Mehrheit für den Standort Bürgerpark. Wo genau der Torwächter aufgestellt wird, das soll nun, so erklärte Bürgermeisterin Mandy Zepig, mit der Firma abgesprochen werden.

Der Bürgerpark-Vorschlag setzte sich am Ende gegen fünf weitere Bewerbungen durch. Darunter auch zwei, die erst relativ kurzfristig abgegeben wurden. Auf Platz zwei landete der Antrag von Marko Kutz, dem Vorsitzenden des Gardelegener Reit- und Fahrvereins. Er hatte vor, den Torwächter im Eingangsbereich zum Reitstadion am Buschhorstweg in Gardelegen aufbauen zu lassen, versehen mit einem Betonfundament. Auch „ein Metallgestell zur Unterstützung der Standhaftigkeit“ sollte noch hinzukommen.

Vier weitere Vorschläge fanden nur wenig bis gar keine Zustimmung im städtischen Sozialausschuss. Dazu gehörte der Antrag der „Life“ Jugendhilfe GmbH aus Himmelreich 3 bei Mieste, den Torwächter neben das Eingangstor zu stellen und 5000 Euro zu spenden. Ein weiterer Antrag lautete, den Torwächter im Zufahrtsbereich zu einer noch zu bauenden Wohnanlage für Senioren Vor dem Salzwedeler Tor in Gardelegen aufzustellen. Die beiden anderen Vorschläge lauteten, den Torwächter für einen Euro zu erwerben und dem Salzwedeler Märchenpark zu schenken sowie ihn für eine Spende von 1000 Euro an die Stadt Osterburg zu übergeben. Wo er dort genau stehen soll, müsste mit Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz besprochen werden.

Von Stefan Schmidt

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