„Genauso, wie ich es mir vorgestellt habe“

100 Tage Mandy Zepig als Gardelegens Bürgermeisterin

+
Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig ist seit 100 Tagen im Amt. Zeit also für eine erste Bilanz. Ihr Fazit zur Arbeit mit dem Stadtrat: „Wir arbeiten bisher in einem vernünftigen und guten Ton zusammen.“

Gardelegen. Gestern war es soweit: Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig war genau 100 Tage im Amt. 100 Tage, das ist jene Zeitspanne, die man einem neu gewählten Politiker gemeinhin als „Welpenschutz“ gibt.

Zeit also für eine erste Bilanz. Und die fällt nach den Worten der 40-Jährigen positiv aus. „Die Arbeit ist eigentlich genauso, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagt sie im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. Und: „Ich freue mich nach wie vor auf jeden Tag meiner Arbeit.“

Seit Anfang Juli sitzt die SPD-Frau nun im Rathaus. Gewählt wurde sie im März bei der Stichwahl, als sie ihrem CDU-Mitbewerber Kai-Michael Neubüser – er sitzt seitdem bei Stadtratssitzungen als Stadtratsvorsitzender direkt neben ihr – mit 60,2 Prozent der Stimmen das Nachsehen gab. Mandy Zepig hat unter anderem mehr Transparenz angekündigt. „Und das wollen wir auch weiterhin so handhaben.“ Ihr Credo: „Jede Information, die herausgegeben werden darf, geht auch an die Betroffenen“ Seien es die Stadträte oder die Ortsbürgermeister.

Dazu gibt es künftig in jenem Ort, in dem es keine Ortschaftsräte gibt, Sprechstunden mit Mandy Zepig selbst. So wie jüngst in Jävenitz, als etwa 40 Einwohner kamen und Probleme angesprochen wurden. „In Jävenitz“, sagt die Bürgermeisterin, „werden wir künftig jedes halbe Jahr eine solche Runde organisieren.“ Künftig soll es auch in Jerchel und Kassieck – auch dort gibt es seit der Zwangseingemeindung keine Ortschaftsräte mehr – Sprechstunden geben.

Viel Zulauf erhalte sie auch über Facebook, „dort bekomme ich durchaus nützliche Infos und Anregungen.“

Positiv bewertet Mandy Zepig die bisherige Zusammenarbeit mit dem Gardelegener Stadtrat – auch wenn es wegen der Sommerpause bisher nur eine Sitzung unter ihrer Führung und Vorbereitung gegeben hat. „Ich habe da auch für die Zukunft ein gutes Gefühl“, sagt sie. „Wir arbeiten bisher in einem vernünftigen und guten Ton zusammen.“

A propos Stadtrat: Mandy Zepig war vor ihrem Einzug ins Rathaus zwar nie Bürgermeisterin, auch nicht ehrenamtlich. Aber Stadträtin. „Und da habe ich gelernt: Demokratie lebt von Mehrheiten. Denen muss man sich beugen. Und als Einzelner – auch als Bürgermeister – hat man bei Abstimmungen nun mal nur eine Stimme.“

Von Stefan Schmidt

Kommentare