Abriss des WGG-Wohnblocks an der Nuschke-Straße 25-29

Stück für Stück gehts auf den Boden zurück

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Weithin sichtbar ist der Kran, mit dem die einzelnen Wohnblockteile auf den Erdboden gebracht werden.

Gardelegen. Er ist weithin sichtbar – der große Kran, der seit Montag an der Gardelegener Otto-Nuschke-Straße 25-29 im Einsatz ist. Denn mit dem Wochenstart begann der Abriss dieses Wohnblocks der Wohnungsgenossenschaft Gardelegen (WGG).

Zunächst wird aber das Gebäude von oben zurückgebaut, erläutert WGG-Vorstand Henri Schulz gestern auf Nachfrage der AZ, um den Nachbar-Wohnblock der Gardelegener Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) nicht zu beschädigen.

Bereits im Jahr 2010 hatte die WGG entschieden, diesen Wohnblock mit 72 Wohnungen zurückzubauen. Denn aufgrund des demografischen Wandels „ist weniger manchmal mehr“, so Schulz. Man wolle sich künftig als Genossenschaft auf einen Kernbestand von 450 bis 500 Wohnungen im Stadtgebiet konzentrieren. Und die langfristige Umsetzung dieses Konzepts war auch mit der Grund, dass 2012 vom WGG-Vorstand entschieden wurde, den Block komplett abzureißen. Daraufhin wurde ein entsprechendes Umzugsmanagement gestartet, mit dem 20 Mieter, die bis dato noch in dem Block lebten, in eine neue Wohnung ziehen konnten. Seit 2014 ist das Gebäude bereits komplett leergezogen. Im Januar 2014 hatte die WGG über das Förderpogramm Stadtumbau Ost bereits Fördermittel für den Abriss beantragt. Diese wurden auch in Höhe von rund 160 000 Euro genehmigt, so dass das Projekt in Angriff genommen werden konnte.

Seit dem 1. August dieses Jahres wurde das Gebäude entkernt. Das heißt, erklärt Schulz, dass beispielsweise alle Fenster und Türen ausgebaut sowie alle Fußbodenbeläge und andere Einbauten entfernt wurden. An diesem Montag nun startete der Abriss mit dem Rückbau der einzelnen Geschosse. Betonteil für Betonteil wird gelockert und vom Kran heruntergehoben. Für die Arbeiten ist laut Henri Schulz die Otto-Nuschke-Straße teilweise gesperrt. Es sei aber so, dass jeder Mieter von links und von rechts zu seiner Wohnung gelangen kann. Die Rückbauarbeiten, so schätzt der WGG-Vorstand ein, werden wohl acht Wochen dauern. Die WGG geht derzeit davon aus, dass Ende November die komplette Maßnahme abgeschlossen ist. Dann soll erst einmal da, wo der Mehrgeschosser noch steht, eine Grünfläche entstehen.

Von Elke Weisbach

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