Standort in Jävenitzer Dorfmitte Thema im Bauausschuss

Streit um Tafel des Sportvereins

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Die Info-Tafel auf dem Platz vor der Jävenitzer Kirche war Thema im Gardelegener Bauausschuss. Vor allem Rudi Wolski sprach sich dagegen aus: „Das verschandelt das ganze Ensemble.“

Jävenitz. An dieser Tafel scheiden sich die Geister. Zumindest war dies im Gardelegener Bauausschuss der Fall.

Denn eine vom örtlichen Sportverein beantragte und über eine Firma gesponserte Info-Tafel soll an der B 188, der Durchgangsstraße in Jävenitz, auf Veranstaltungen im Dorf hinweisen. Zum Beispiel auf das nächste Heimspiel der Fußballer des SV Heide Jävenitz. Aber auch auf den Weihnachtsmarkt im „Alten Dorf“ und die Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit. Doch vor allem Rudi Wolski, berufener Bürger im städtischen Bauausschuss und in Jävenitz wohnend, wetterte gegen den Standort auf der Verkehrsinsel am Abzweig B 188/Breite Straße, also in Sichtweite des Kriegerdenkmals und der Jävenitzer Kirche. Dieses „Riesending“, so Wolski, passe nicht dorthin. Das Argument der verkehrsgünstigen Lage zählt für ihn nicht. „Warum sollten vorbeifahrende Berliner erfahren, dass bei uns am Sonntag ein Fußballspiel ist?“ Der Blick auf die Kirche und das davor befindliche Kriegerdenkmal werde „total verunstaltet“, schimpfte Rudi Wolski.

Ein anderer Jävenitzer, nämlich Stadtratsmitglied Christian Glatz, war da ganz anderer Meinung. Wolski habe „keine Ahnung“, konterte Glatz. „Diese Tafel kommt dem ganzen Dorf zugute.“ Zwar sei das Thema mittlerweile „Dorfgespräch“, aber: „Da wird nichts verdeckt.“ Einzige Änderung gegenüber dem ursprünglichen Plan: Die Tafel kommt vier Meter von der Fahrbahn weg, ein Teil der Fundamente ist bereits ausgehoben.

Während der Bauausschuss-Vorsitzende Gustav Wienecke die Sache am Montagabend eher entspannt sah („Jede neue Sache ergibt erstmal Diskussionen“), sahen dies Sven Grothe („Wir sollten uns das reiflich überlegen“) und Hannelore von Baehr („Ich kann die ablehnende Haltung verstehen“) eher kritisch. Stadt-Bürgermeister Konrad Fuchs wies darauf hin, dass die Stadt „zum Glück“ nicht die Genehmigungsbehörde sei. Sondern der Kreis und der Landesbaubetrieb.

Von Stefan Schmidt

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