6000 Besucher beim dreitägigen Street-Food-Festival in Gardelegen

So schmeckt die Welt

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6000 Gäste besuchten das dreitägige Street Food Festival in Gardelegen, teilte Veranstalter Alexander Kopke aus Magdeburg mit.

Gardelegen. Die Welt schmeckt süß wie frittiertes Eis, salzig wie spanische Mojo-Soße, würzig wie kenianisches Krokodilfleisch und satt-fettig wie der Kabeljau im original britischen hausgemachten Bierteigmantel.

Die derzeit wohl größte mobile Küche in der Altmark stand am Wochenende in Gardelegen. 

Die afrikanischen Spezialitäten von Gibba Karaffa (links) und seinem Mitarbeiter Chzikh Kane waren würzig und vegan zubereitet. Vor der Bestellung durften Besucher zuerst kosten.

28 Food Trucks und Stände boten auf dem ersten Street-Food- Festival in der Altmark internationale Delikatessen mit landestypischen Spezialitäten an. Die Schlemmermeile erstreckte sich zwischen dem Tivoliplatz und der angrenzenden Wallanlage. Auf beiden Ebenen standen Bierbänke und -tische, an denen man das Essen entspannt genießen konnte. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Sänger Jimmy aus Irland mit Irish Folk. Das Besondere des Festivals war zum einen die Vielfalt des Essens und zum anderen die Zubereitungsart. Die Gerichte wurden vor den Augen der Besucher frisch zubereitet und anschließend über die Theke gereicht – ganz nach dem Motto der Veranstaltungsreihe „Von der Hand in den Mund“.

Drei Tage auf einer Bühne. Sänger Jimmy aus Irland unterhielt die Besucher mit irischer Folkmusik.

Am mobilen Stand von Gibba Karaffa konnten die veganen afrikanischen Spezialitäten sogar vor dem Kauf noch probiert werden. Am Veggimobil von Birgit Jung griffen eingefleischte Fleischesser bei Champions-Burger, Linsen-Mango-Salat oder Süßkartoffel-Pommes mit drei verschiedenen Dips gleich mehrmals zu, versicherte die Inhaberin lächelnd. Vegan war auch das Eis aus der EiZmanufaktur aus Magdeburg. Das Basiseis wurde aus Reismilch hergestellt und anschließend mit den gewünschten natürlichen Zutaten gemischt. Mehr als 300 Sorten standen zur Auswahl. Die Gardelegener bevorzugten tendenziell die Fruchtsorten: Mango-Minze und Kirsche-Schoko-Chili, berichtete Inhaber Steffen Böhlecke.

Nicolé und André Schulz mit Sohn Anton entschieden sich am kenianischen Stand für einen Mixteller aus verschiedenen Fleisch- und Gemüsesorten.

Aber auch für fleischliche Genüsse war ausreichend gesorgt. Variationen von amerikanischen Burgern, mexikanischen Burritos, spanischen Tapas oder auch leckeres Pulled Pork Fleisch in sepiagefärbten Burgerbrötchen gab es zu kaufen.

Es ist angerichtet. Am „Fish and Chips“ Stand mit typisch englischen Häppchen läutete die Barker Bites-Crew zum Essen.

Das Street Food-Konzept kam bei den Gardelegenern gut an. Rund 6000 Besucher zählte Veranstalter Alexander Kopke in den drei Festivaltagen. Mit dem Zulauf ist er zufrieden. Immerhin fanden an dem Wochenende in der Altmark noch zwei weitere Großveranstaltungen statt. Auffällig besucherstark war der Sonntag, berichtete er. Viele Besucher hätten das warme Herbstwetter genutzt, um mittags auf dem Festival zu essen. 

Die Street-Food-Festivalbesucher Caroline Klein, Finn Albrecht und Daniel Albrecht teilten sich eine Portion frische handgemachte Pommes. .

Das Food-Erlebnis nahmen auch Gäste von außerhalb wahr und reisten beispielsweise aus Salzwedel, Klötze, und Stendal an. Kopke setzt auf Gardelegen und will nächstes Jahr das zweite Street Food Festival veranstalten. Er plant, eine Wochenendkarte für fünf Euro mit einem Probierportionen-Angeboten für 4 mal 2,50 Euro anzubieten und reagiert damit auf Besucherwünsche nach Probierportionen. Das Wochenendticket für insgesamt 15 Euro wird im nächsten Jahr im Vorverkauf angeboten. Es wird in der Gardelegener Touristinformation sowie auf der hauseigenen Vorverkaufs-Ticket-Webseite erhältlich sein.

Von Jana Friedrich

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