Hauptausschuss stimmt für neue Photovoltaik-Anlage

Standort „absolut passig“

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Peter Wiechmann: „Wir als Stadt haben in der Vergangenheit so viele Schulden an der Natur gemacht.“

sts Gardelegen. Am Stadtrand von Gardelegen soll eine weitere Photovoltaik-Anlage gebaut werden. Mit diesem Thema befassten sich die Mitglieder des städtischen Hauptausschusses, der am Dienstagabend tagte.

Mit klarer Mehrheit votierten die Kommunalpolitiker für den dafür nötigen vorhabenbezogenen Bebauungsplan – mit Ausnahme von Peter Wiechmann.

Das SPD-Fraktionsmitglied kündigte an, dass die Mehrheit der Sozialdemokraten gegen den Bau dieser Photovoltaik-Anlage stimmen würde. Sie soll unweit des Glaswerks, zwischen Umgehung und Alter Heerstraße, am nordöstlichen Stadtrand entstehen. „Dafür werden Natur und Umwelt kaputtgemacht“, schimpfte Wiechmann. Er sei durchaus für Photovoltaik-Anlagen – aber eben nicht dort, weil man die Fläche anderweitig nutzen könne. „Wir als Stadt haben in der Vergangenheit so viele Schulden an der Natur gemacht“, behauptete Wiechmann. Konkretere Angaben machte er aber nicht. Und überhaupt: „Was bringt uns das an Steuergeldern?“ Eine diesbezügliche Anfrage an das Bauamt sei bisher unbeantwortet geblieben, bedauerte der SPD-Stadtrat.

„Steuereinnahmen kann man nie genau vorhersagen“, antwortete Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig auf Wiechmanns Frage. Und: Die Fläche gehöre gar nicht der Stadt, sondern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Magdeburg, die das Areal öffentlich ausgeschrieben und nun an den Interessenten verpachtet hat.

Peter Kapahnke (Gemischte Fraktion) widersprach Wiechmann. Er hält den Standort für „absolut passig“ und fragte bei Wiechmann nach, ob dort etwa ein Eigenheimgebiet geplant sei, was eine Ablehnung begründen würde. Nichts dergleichen ist jedoch vorgesehen.

Das letzte Wort hat der Gardelegener Stadtrat am Montag, 17. Oktober – mit oder ohne die Stimmen der SPD-Fraktion.

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