Bürgermeister reagiert auf Vorwürfe des Tierschutzvereins

Stadt zahlt sogar Kastrationen

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Die Immobilie am Lüffinger Dreieck, das als Tierheim genutzt wird, steht dem Tierschutzverein Gardelegen-Kalbe kostenfrei zur Verfügung.

Gardelegen. „Einzelne Probleme, die das Tierheim hat, sind auch hausgemacht. “ Das sagt Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs.

Während der jüngsten Stadtratssitzung reagierte er damit auf Vorwürfe aus dem Vorstand des Tierschutzvereins Gardelegen-Kalbe, die Stadt wurde die engagierten Tierschützer nicht genügend unterstützen.

Nach Angaben von Konrad Fuchs zahlt die Kommune pro Jahr eine Pauschale in Höhe von 12 000 Euro an den Tierschutzverein. Das entspricht 50 Cent pro Einwohner. Das sei vertraglich festgelegt. Außerdem nutze der Verein die Immobilie am Lüffinger Dreieck, die der Stadt gehöre, kostenfrei. Der in Gardelegen ansässige Suchthilfeverein Adrome stelle außerdem Personen zur Verfügung, die regelmäßig mit den Tierheim-Hunden Gassi gehen würden.

Dies wäre eine nicht unerhebliche Entlastung für die Tierheim-Mitarbeiter, vor deren Arbeit, so betonte Fuchs trotz des Ärgers über gewisse Aussagen während der Jahreshauptversammlung, er „höchsten Respekt“ habe.

Ein weiteres Thema: Nach Angaben des Bürgermeisters übernimmt die Stadt die Kosten für Kastration und Sterilisation von Katzen. Dies seien in den Jahren 2013 und 2014 genau 5561,53 Euro gewesen. Es könnte also nicht die Rede davon sein, so konstatierte der Bürgermeister, dass die Stadt den Tierschutzverein – er betreibt das Tierheim – nicht genügend unterstütze.

Von Stefan Schmidt

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