Carsten Roßberg bietet im Gardelegener Jugendförderungszentrum verschiedene Musikprojekte an

„Solisten gibt es bei uns nicht“

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Er möchte Jugendlichen die Musik näherbringen: Carsten Roßberg, der neue Musikpädagoge im Gardelegener Jugendförderungszentrum (JFZ).

Gardelegen. Musik ist allgegenwärtig: Ob im Radio, wenn man unterwegs ist, im Hintergrund beim Einkauf im Supermarkt oder von den Vögeln im Park.

Welche Bedeutung Musik für die Menschen, besonders für Jugendliche, hat, möchte Carsten Roßberg, Mitarbeiter im Jugendförderungszentrum Gardelegen, weitervermitteln.

Seit Anfang Oktober ist der gelernte Musiker und frühere Leiter der Musikschule in Gardelegen in der Einrichtung angestellt. Und zwar mit einem Ziel: Die Musik den Jugendlichen näher bringen. „Musik wirkt sich auf mehreren Ebenen auf die Menschen aus. Durch Musikgruppen, wie wir sie bilden wollen, kann die Hemmschwelle gesenkt werden und auch das Selbstbewusstsein gefördert werden“, erklärt Carsten Roßberg.

Als konkretes Beispiel nennt er die Percussiongruppe: „Geplant ist eine Trommelgruppe. Mit einfachen Mitteln können die Jugendlichen dann gemeinsam musizieren. Ein spontaner Auftritt irgendwo in der Innenstadt wäre möglich.“ Auf diese Weise können auch Jugendliche ohne Vorkenntnisse an Musik und Instrumente herangeführt werden. Aber nicht nur Musik spielen, sondern auch den Umgang mit technischer Ausrüstung wie Mischpult und Verstärker zu erklären, gehört zu den Aufgaben des Musikers. Es sei auch möglich, in Eigenarbeit Instrumente herzustellen, so Roßberg. Zielgruppe für die Musikgruppe des Jugendförderungszentrums sind Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren.

Neben der Trommel- und Percussiongruppe gibt es noch andere Projekte. In den Herbstferien wurde bereits ein Musiktag mit dem Thema „Afrikanische Trommeln“ veranstaltet. Kooperationen bestehen auch mit den Schulen. So werde eng mit der Karl-Marx-Schule oder verschiedenen Grundschulen in Gardelegen zusammengearbeitet. Auch ein Projekt mit der Wanderförderschule für geistig Behinderte ist geplant. „Für den lebenden Adventskalender in der Innenstadt von Gardelegen proben wir ein Lied und werden auch mit Trommeln spielen.“

Generell könne jeder bei den Musikprojekten mitmachen. Kenntnisse oder Voraussetzungen werden nicht benötigt. „Wichtig ist es, dass man den Mut hat, sich auf neue Dinge einzulassen. Ebenso muss man auch Kritik üben und verarbeiten können. Solisten gibt es nicht“, sagt Carsten Roßberg. Es sei aber kein Musikunterricht, merkt Roßberg an.

Über die weitere Entwicklung kann Carsten Roßberg derzeit nur spekulieren: „Es wird sich mit der Zeit zeigen, was alles möglich ist. Die Nachfrage an den Projekten besteht aber schon auf jeden Fall.“

Wer Interesse hat, der kann sich telefonisch unter der Nummer (0 39 07) 80 18 0 oder per Mail unter kontakt@jfz-ga.de beim Gardelegener Jugendförderungszentrum melden. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Internetseite: www.jfz-ga.de.

Von Felix Kirsch

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