„Chaos wird immer mehr“

Sieghard Dutz ist vehement gegen das Radfahren in der Fußgängerzone

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Sieghard Dutz (Linken-Fraktion, vorne rechts) sprach sich vehement gegen das Radfahren in der Fußgängerzone aus und stimmte als Einziger im Bauausschuss gegen die vorliegende Beschlussvorlage, die das erlauben soll.

Gardelegen. Es werde immer Befürworter und Gegner geben, stellte Regina Lessing während der Bauausschusssitzung zum Tagesordnungspunkt 15 fest. Und dieser betraf die „Einführung des Radverkehrs in der Fußgängerzone“.

Einige Formulierungen in der Beschlussvorlage hätten bei ihr Zuhause doch zur Erheiterung beigetragen, sagte sie, beispielsweise, dass Radfahrer nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen. Aber da es einen Grundsatzbeschluss gebe, auf den auch Gustav Wienecke verwiesen hatte, sollten „wir ihn hieb- und stichfest“ machen, war sie für die Beschlussvorlage. Die meisten anderen Ausschussmitglieder sahen das genauso.

Es gab allerdings auch einen vehementen Gegener, und zwar Stadtrat Sieghard Dutz, der dagegen stimmte. Zuvor hatte er gewettert, dass er das Treiben auf der Ernst-Thälmann-Straße ständig beobachte. „Da ist Chaos drin und das wird immer mehr.“ Ich bin nicht dafür.“ Das galt auch für die 6420 Euro für die neue Beschilderung. Doch die müsse sein, schaltete sich Bürgermeisterin Mandy Zepig ein. Denn, so betonte sie: „Auch ich bin kein Freund von Chaos.“ Deshalb müsse das nun geordnet werden. Zudem habe das Konzept drei Monate öffentlich ausgelegen und von niemandem gab es Anregungen oder Bedenken.

Von Elke Weisbach

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