Gardelegen: Kinder- und Jugend-Sicherheits-Team des Landes trainiert vier Tage mit Wander-Grundschülern

Sicherheitstraining gegen Gewalt und Missbrauch

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Die Erstklässler der Wander-Grundschule freuen sich auf das bevorstehende Sicherheitstraining. Unter anderem machten es Spender wie Jörg Nielsen (v.l.) , Karsten Rauhut und Karsten Stein möglich.

mz Gardelegen. Gerade im Grundschulalter sind Kinder nicht nur der Gewalt durch Erwachsene (zum Beispiel pädophile Übergriffe) ausgesetzt, sondern häufig auch durch Gleichaltrige (durch Mobbing oder körperliche Gewalt auf dem Schulhof) oder durch Jugendliche (beispielsweise Raub und Erpressung).

Um den Kindern Hilfestellung zu geben, wie sie mit den Gefahren dieser Zeit umgehen können, veranstaltet die Wander-Grundschule für ihre Erst-bis Viertklässler das Schulprojekt „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“. „Das Projekt haben wir schon seit längerer Zeit ins Auge gefasst. Da es allerdings sehr teuer ist (insgesamt 3857 Euro), mussten wir zunächst nach Sponsoren suchen“, erklärt Grundschulleiterin Regina Müller.

Und so spendierte die Stadt Gardelegen (600 Euro), das Landesschulamt (895 Euro), die Sparkasse Altmark West (500 Euro), ein privater Spender sowie Karsten Rauhut vom Autohaus Rauhut gemeinsam mit Karsten Stein, Kfz-Meister im Ingenieurbüro Franke, und Jörg Nielsen von der LVM-Versicherung einen Geldbetrag von 500 Euro. „Eigentlich hätten die Eltern für das Sicherheitstraining pro Kind 39 Euro zahlen müssen. Durch die gespendete Summe verringert sich für die Eltern der Betrag“, freut sich Regina Müller.

Nächste Woche ist es soweit. Von Montag bis Donnerstag kommt das Kinder- und Jugend-Sicherheits-Team (KiJu-Team) des Landes Sachsen-Anhalt in die Wander-Grundschule nach Gardelegen, um gemeinsam mit den Kindern in unterschiedlichen Trainingseinheiten körperliche Selbstbestimmung, Gefahrenfrüherkennung, Stärkung des Selbstbewusstseins sowie Handlungssicherheit zu trainieren. Dadurch sollen Ängste abgebaut werden, damit die Kinder gar nicht erst in bedrohliche Situationen kommen. Was nicht fehlen darf, sind mitunter auch die einfachen, jedoch sehr wirkungsvollen Selbstverteidigungsstrategien, die das KiJu-Team den Schülern mit auf dem Weg geben wird. „Bei diesem Projekt geht es uns aber auch darum, dass der freundliche Umgang unter den Kindern verbessert wird, und wir als Lehrer Tipps und Tricks mit auf den Weg bekommen, wie wir und in bestimmten Situationen zu verhalten haben“, erhofft sich Regina Müller von den vier Projekttagen.

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